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Chronik Wien
09/04/2019

Wien wieder als lebenswerteste Stadt ausgezeichnet

Zum zweiten Mal in Folge schnitt Wien im Ranking des Magazins "Economist" am besten ab - vor Melbourne und Sydney.

von Julia Schrenk

99, 1 von möglichen 100 Punkten. Wien hat seine Spitzenposition im „Economist“-Ranking der lebenswertesten Städte der Welt erfolgreich verteidigt. In der Rangliste der „Economist Intelligence Unit“ hat Österreichs Hauptstadt das zweite Mal nacheinander Platz eins vor Melbourne inne.

Insgesamt wurden erneut 140 Großstädte in fünf Kategorien verglichen: Stabilität, Gesundheit, Kultur und Umwelt, Bildung und Infrastruktur. 

Mit seinen 99,1 Punkten liegt Wien nur 0,7 Punkte vor der zweitplatzierten Stadt Melbourne (Australien). Die australische Metropole gratulierte Wien zu seinem Sieg:

Die Bürgermeisterin von Melbourne verteidigt ihre Stadt übrigens in regionalen Medien:

Auf den weiteren Top-10- Plätzen folgen Sydney, Osaka, Calgary, Vancouver, Toronto, Tokio, Kopenhagen und Adelaide.

Welche Stadt in welchen Bereichen am besten abgeschnitten hat, zeigt die folgende Grafik:

Am geringsten ist die Lebensqualität laut Mercer im syrischen Damaskus. Etwas besser schnitten Lagos (Nigeria) und Dhaka (Bangladesch) ab. Caracas (Venezuela) wurde aufgrund der angespannten politischen Situation in Venezuela in vier von fünf Kategorien schlechter bewertet als im Vorjahr.

Belgrad auf dem Vormarsch

Paris ist die einzige Stadt, die trotz gutem Platz in der Rangliste in Sachen Stabilität zurückgefallen ist. Grund dafür sind die Proteste der Gelbwesten. Die größten Sprünge machten Abidjan (Côte d'Ivoire), Hanoi (Vietnam), Kiev (Ukraine) und Belgrad (Serbien). Belgrad kämpfte sich binnen eines Jahres von Platz 82 auf 77 vor - vor allem wegen Verbesserungen bei der Infrastruktur und im Gesundheitssystem.

Wie man in der oben angeführten Grafik sieht, sind es vor allem mittelgroße Städte in sehr wohlhabenden Ländern, in denen die Lebensqualität am höchsten ist. Laut den Studienautoren des Economist liegt das vor allem an den guten öffentlichen Gesundheitssystemen, an der hohen Qualität im Bildungsbereich und funktionierender Infrastruktur auf Straße und Schiene. Die Demokratie funktioniere in diesen Ländern, es gebe wenig Korruption.

Wien erreichte beim Ranking des Economist zum zweiten Mal in Folge Platz 1 im Wettbewerb um die Stadt mit der höchsten Lebensqualität.

Auch bei jener des Beratungsunternehmens Mercer, das in seinen Umfragen allerdings auf die Antworten von in Wien lebenen Expats setzt, erreichte Wien im Frühjahr den ersten Platz. Zum zehnten Mal in Folge.

Das gute Abschneiden Wiens freut naturgemäß auch den Bürgermeister und die Vizebürgermeisterin: „Der Ranking-Erfolg zeigt: Wien ist eine funktionierende Stadt, die mit den politischen Weichenstellungen gut für die Zukunft vorbereitet ist. Von der hohen Lebensqualität, Sicherheit, Infrastruktur profitieren alle", sagte Michael Ludwig. Das sei der Verdienst "aller, die täglich für diese Stadt arbeiten".

 "Wien ist und bleibt lebenswerteste Stadt der Welt. Machen wir sie gemeinsam auch zur klimafreundlichsten Stadt", sagte Birgit Hebein (Grüne). Hashtag  "#Wienliebe" inklusive.