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Chronik Wien
10/14/2020

Wien-Wahl: Ludwig Sieger bei den Vorzugsstimmen

Blümel auf Platz zwei der Spitzenkandidaten. Nepp schlägt in diesem Ranking Wiederkehr knapp. Eine SPÖ-Bezirksrätin überrascht.

von Josef Gebhard, Bernhard Ichner

Mit den Vorzugsstimmen liegt nun auch das letzte Ergebnis der Wien-Wahl von vergangenem Sonntag vor. Von den Spitzenkandidaten ist dabei SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig der klare Sieger.

Exakt 15.049 Wähler schrieben auf Landesebene Ludwigs Namen auf den Stimmzettel. Zum Vergleich: Sein Amtsvorgänger Michael Häupl war 2015 (bei deutlich höherer Wahlbeteiligung) noch auf 24.119 Stimmen gekommen. Von den SPÖ Stadträten am besten abgeschnitten hat Peter Hacker (4.482).

Auf Platz zwei  der Spitzenkandidaten rangiert – analog zur ÖVP bei der Wahl – Finanzminister Gernot Blümel. Er kommt auf 11.336. Auch hier ein Vergleich mit der Wahl 2015: Der damalige Spitzenkandidat Manfred Juraczka kam auf 2.073.

Dritte ist die grüne Vizebürgermeisterin Birgit Hebein (7.076). Ihre  Vorgängerin Maria Vassilakou schaffte 2015 in Summe 6.824 Stimmen.

Auch die Neos hatten diesmal einen neuen Spitzenkandidaten. Christoph Wiederkehr verbuchte 3.110 Vorzugsstimmen und damit um einen Hauch mehr als seine Vorgängerin Beate Meinl-Reisinger im Jahr 2015 (3.023).

Immerhin in diesem Ranking liegt die FPÖ vor den Neos. Dominik Nepp bekam auf Landesebene 3.790 Vorzugsstimmen. Sein Vorgänger Heinz-Christian Strache war 2015 noch von 18.111 Wählern auf den Stimmzettel geschrieben worden. Diesmal, mit eigener Liste, kam Strache auf 2.687 Stimmen.

SPÖ-Bezirksrätin überflügelt Stadträte

Auffällig viele Vorzugsstimmen bekam übrigens die türkischstämmige SPÖ-Kandidatin Aslihan Bozatemur. Die bisherige Bezirksrätin aus Floridsdorf erhielt 3.571 – SPÖ-intern die dritthöchste Anzahl nach Bürgermeister Ludwig und Stadtrat Hacker. Bozatemur hatte mit Wahlwerbung vor Erdoğan-Fans für Aufsehen gesorgt.

Bei einem Abendessen auf Kosten der SPÖ Brigittenau, zu dem auch der Obmann der UID, Mahmut Koc, eingeladen war, warb sie für die Wien-Wahl. (Die UID gilt als verlängerter Arm der türkischen Regierungspartei AKP). Im Gegenzug streute Koc Wahlempfehlungen für Bozatemur in der türkischen Community.

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