„Gyrology“ ersetzt Döner in Währing: Lokalwechsel sorgt für Debatten
Neuer Look und neues Konzept: Direkt bei der Straßenbahnhaltestelle Währinger Straße gibt es nun Gyros statt Kebab.
„Kebab gibt’s an jeder Ecke“, sagt Peter Matzner, Betreiber von gleich drei Imbissbuden an der U6-Station Währinger Straße-Volksoper: „Zur Bosnarei“, die „Börgerei“ und bis vor Kurzem auch „Zur Dönerei“. Letzteren hat Matzner am 1. Juli jedoch als „Gyrology“ neu eröffnet.
Versprochen wird original griechisches Streetfood und Gyros Pita mit frischem Tsatsiki, roten Zwiebeln, Tomaten und Pommes (7,50 Euro). Einen authentischen Griechen-Imbiss gibt es so in Wien tatsächlich kaum. Und hier ist mit Christos Iakovis, Betreiber von „Ariston Hellenic“ im 18. Bezirk und guter Freund von Matzner, wirklich ein Grieche am Werk.
Neuer Look und neues Konzept: Direkt bei der Straßenbahnhaltestelle Währinger Straße gibt es nun Gyros statt Kebab.
Iakovis verantwortet den Lebensmitteleinkauf, darum bezieht man die Mais-Pita mit Kurkuma sowie den Hühnerfleisch-Spieß (zu einem Teil aus magerem Brustfleisch) direkt aus Griechenland – und genau hier scheiden sich die Geister.
Die Fleisch-Debatte
Ein Gyros muss aus Schweinefleisch sein, findet der Musiker und Foodblogger „DJ Mosaken“ in einem Beitrag auf den sozialen Medien. In Hunderten Kommentaren wird nun diskutiert, viele Nutzer geben dem Foodblogger recht, andere widersprechen.
Der Influencer erklärt auch, dass das Problem der österreichische Gast sei, der zwar viel Schweinefleisch isst, beim Chinesen dann aber erst recht nicht die landestypischen Spezialitäten bestellt: „Sodass sich der Grieche nicht traut, dass er das Gyros original authentisch macht.“
Dass es bei „Gyrology“ vorerst nur Hühnerfleisch gibt, liegt an zwei Gründen: Einerseits muss laut Matzner zuerst umgebaut werden, da aktuell noch kein Platz für einen zweiten Spieß ist.
Andererseits war man tatsächlich unsicher, was das Schweinefleisch betrifft: „Viele bevorzugen die magere Hühner-Variante. Juli und August sind aufgrund der Sommerferien die schwächsten Monate und das Konzept noch auf Probe. Ab September wollen wir aber auch Schwein anbieten.“ Die Nachfrage sei jedenfalls da, wie man nun weiß.
Der Hühner-Gyros ist in Griechenland übrigens schon lange weit verbreitet und beliebt. Dass man das Fleisch von dort importiert, liege daran, dass man den Spieß mit dem mageren Brustfleisch so nicht in Österreich bekäme. Wer vegetarisch bevorzugt, bekommt bei „Gyrology“ die Pita auch mit Halloumi.
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