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Frau in Wiener Seniorenheim getötet: Mordprozess am 13. August

Der Angeklagte und das spätere Opfer kannten einander seit Längerem. Er soll die Frau im Jänner 2026 in ihrem Zimmer im Seniorenheim in Döbling erstickt haben.
Parkresidenz

Am kommenden Donnerstag wird am Landesgericht wegen Mordes gegen einen Mann verhandelt, der am 19. Jänner 2026 eine 87-Jährige in einer Seniorenresidenz in Wien-Döbling getötet haben soll.

Die Anklage wirft ihm vor, die betagte Frau in ihrem Zimmer aufgesucht, aufs Bett gestoßen, gewürgt und mutmaßlich mit einem Kopfpolster erstickt zu haben. Im Anschluss soll er den Zimmertresor geöffnet und den darin befindlichen Schmuck und zumindest 500 Euro Bargeld entnommen haben.

Der Angeklagte und das spätere Opfer kannten einander seit Längerem. Er dürfte sich regelmäßig in der Seniorenresidenz aufgehalten haben, in der eine Verwandte seiner Lebensgefährtin ihren Lebensabend verbringt.

Seit Dezember 2024 soll sich der 61-Jährige beim späteren Opfer immer wieder Geld ausgeborgt haben. Insgesamt schuldete der gebürtige Türke ihr über 20.000 Euro, die er entgegen einer getroffenen Vereinbarung nicht zurückzahlte.

Wie sich nach dem Auffinden der Leiche im Zuge der Erhebungen herausstellte, hatte der Angeklagte am 19. Jänner 2026 mit einem Blumenstrauß in der Hand die Seniorenresidenz betreten. Damit dürfte er ins Zimmer der 87-Jährigen gegangen sein.

Wurde 2020 zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt

Der 61-Jährige ist massiv vorbestraft. Zuletzt war er Anfang Juni 2020 wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weil er eine ältere Frau angeschwindelt und ihr mit falschen Versprechungen 180.000 Euro herausgelockt hatte.

Einer weiteren Bekannten hatte er 50.000 Euro entlockt. Nach seiner Enthaftung dürfte der Mann dem Glücksspiel nachgegangen sein. Er soll erhebliche Spielschulden aufweisen.

Nach seiner Festnahme hatte er bestritten, die ihm zur Last gelegte Tat begangen zu haben. Er könne sich den Tod der Frau nicht erklären, versicherte er.

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