831 Suspendierungen im vergangenen Schuljahr in Wien
Zusammenfassung
- Im vergangenen Schuljahr wurden an Wiener Schulen 831 Suspendierungen gegen 718 Kinder und Jugendliche ausgesprochen, das entspricht 0,28 Prozent aller Schülerinnen und Schüler und damit nahezu dem Vorjahresniveau.
- Häufigste Gründe waren körperliche und verbale Übergriffe sowie gefährliche Drohungen, 232 Fälle führten zusätzlich zu einer Anzeige.
- Die Bildungsdirektion betonte, dass nur ein kleiner Teil der Schülerinnen und Schüler betroffen sei.
Im vergangenen Schuljahr wurden in Wiener Schulen insgesamt 831 Suspendierungen ausgesprochen. Das teilte die Bildungsdirektion am Dienstag mit. Betroffen waren davon 718 Kinder bzw. Jugendliche bzw. 0,28 Prozent aller Schülerinnen und Schüler.
Die Quote liege damit nahezu auf dem Niveau des vergangenen Schuljahres, hieß es. Knapp 13 Prozent waren wiederholt mit der Maßnahme konfrontiert.
Am häufigsten wurden körperliche Übergriffe, gefährliche Drohungen sowie verbale Übergriffe von den Schulleitungen als Gründe für Suspendierungen angegeben. In 232 Fällen wurde zusätzlich Anzeige erstattet. Gemessen an der jeweiligen Anzahl der Kinder war der Anteil an Suspendierungen an Sonderschulen mit 2 Prozent sowie Mittelschulen mit 1,3 Prozent am höchsten.
83 Prozent der Betroffenen waren männlich.
Suspendierungen: Unterstützung und Online-Unterricht
Bildungsdirektorin Elisabeth Fuchs hob hervor, dass weiterhin nur ein kleiner Teil aller Schülerinnen und Schüler entsprechend aufgefallen ist. „Ist eine Suspendierung notwendig, stellen wir den Betroffenen Unterstützungsangebote zur Verfügung, um eine erfolgreiche Rückkehr in den Schulalltag zu ermöglichen“, betonte sie.
Ergänzend etwa zur Begleitung mit Beratungslehrpersonen wird auch ein Onlineunterricht angeboten. Damit solle im Anlassfall während einer Suspendierung der Anschluss an den Unterricht sichergestellt werden. „Bisherige Erfahrungen zeigen, dass die Angebote gut angenommen werden und einen wesentlichen Beitrag zur Prävention und Wiedereingliederung leisten“, berichtete Fuchs.
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