Lebensmittel in Wien: Nur 0,5 Prozent der Proben gesundheitsschädlich
Vom Wirtshaus ums Eck über Supermärkte und Produktionsbetriebe bis hin zu Großküchen, Wohnheimen und Spitälern: Das Einsatzgebiet des Wiener Marktamts ist breit. Auch die Wiener Märkte werden regelmäßig überprüft (am Bild der Bauernmarkt am Naschmarkt).
Zusammenfassung
- Rund 32.000 Lebensmittelkontrollen werden jährlich in Wien durchgeführt.
- 92 Inspektorinnen und Inspektoren sind rund um die Uhr im Einsatz.
- Nur 0,5 Prozent (160) der entnommenen Proben gelten als gesundheitsschädlich.
Das Wiener Marktamt kontrolliert jährlich sämtliche 18.500 Lebensmittelbetriebe der Stadt. Anlässlich des Welttags der Lebensmittelsicherheit zieht die Behörde eine erfreuliche Bilanz: Lediglich 0,5 Prozent der untersuchten Lebensmittelproben werden als gesundheitsschädlich beanstandet.
„Das Einsatzgebiet ist breit: Es reicht vom Wirtshaus ums Eck bis zum Supermarkt, den Produktionsbetrieben über Großküchen, Wohnheime und Spitäler bis hin zu den Wiener Märkten“, erklärt Marktamtsdirektor Andreas Kutheil.
Kontrollen decken Risiken frühzeitig auf
Wie wichtig die regelmäßigen Überprüfungen sind, zeigen mehrere Fälle aus der jüngeren Vergangenheit.
So beanstandete das Marktamt zuletzt eine Lieferung mit 75.000 Eiern, die nicht den gesetzlichen Vorgaben zur Eierstempelung entsprachen.
Auch ein Bacillus-Cereus-Toxin in Babynahrung wurde von den Wiener Lebensmittelkontrolleuren entdeckt. Über das europäische Schnellwarnsystem konnten anschließend auch Behörden in anderen Ländern informiert werden.
Darüber hinaus überwachte das Marktamt die größte Lebensmittelrückholaktion, die bisher in Österreich durchgeführt wurde. Insgesamt mussten 28 Millionen Limonadenflaschen aus den Supermarktregalen zur Produktion zurückgebracht werden, weil Metallteile in den Getränken nicht ausgeschlossen werden konnten.
92 Inspektoren rund um die Uhr im Einsatz
Insgesamt sorgen 92 Lebensmittelinspektorinnen und -inspektoren dafür, dass mögliche Gefahren rasch erkannt und betroffene Produkte aus dem Verkehr gezogen werden. Neben routinemäßigen Kontrollen beschäftigen die Fachleute auch außergewöhnliche Fälle wie illegale Teigtascherlfabriken oder falsch gekühlte Fleischprodukte.
Die regelmäßigen Überprüfungen tragen damit wesentlich dazu bei, dass Lebensmittel in Wien überwiegend sicher sind. International bleibt Lebensmittelsicherheit dennoch eine große Herausforderung: Laut Weltgesundheitsorganisation erkranken jährlich rund zehn Prozent der Weltbevölkerung an verunreinigten Lebensmitteln. Schätzungsweise 420.000 Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen.
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