Chronik | Wien
04.04.2018

Wien: Feuerwehr barg möglicherweise gefährliche Gasflasche

Die stark verrostete Flasche mit Totenkopf-Symbol wurde bei Umbauarbeiten in einem Keller gefunden.

Bei Umbauarbeiten ist am Dienstag in einem Keller in Wien-Wieden eine stark verrostete Gasflasche mit Totenkopf-Symbol gefunden worden. Weil der Inhalt möglicherweise gefährlich ist, wurde die Flasche bei einem Großeinsatz von Kräften der Wiener Berufsfeuerwehr geborgen. Diese hatten gasdichte Schutzanzüge und Atemschutzgeräte an. Womit die Flasche gefüllt ist, war am Mittwoch noch unklar.

Gegen 23.00 Uhr wurden die Einsatzkräfte in den Keller des Altbaus in der Wiedner Hauptstraße gerufen. Ein Feuerwehrchemiker bestätigte, dass sich in der Flasche ein gefährlicher Stoff befinden könnte. "Ein unbekannter Stoff ist eine unbekannte Gefahr. Aus Sicherheitsgründen gehen wir dabei von der größtmöglichen Gefährdung aus", erklärte Feuerwehrsprecher Christian Feiler.

Keine Schadstoffe gemessen

Vor dem Gebäude wurde ein Dekontaminationsplatz aufgebaut, die Hausbewohner aufgefordert, die Fenster geschlossen zu halten, die Straße gesperrt. Weitere Feuerwehrmannschaften sowie ein Notarzt und Rettungsfahrzeuge standen vorsorglich bereit, um im Notfall das Haus rasch evakuieren zu können. Ein Feuerwehrmann trug die 25 Kilogramm schwere Vier-Liter-Gasflasche vorsichtig aus dem Keller, sie wurde in einen Bergebehälter gelegt und unter Polizeibegleitung zur Feuerwehr gebracht. Im Keller wurden Gas-Messgeräte eingesetzt, Schadstoffe dabei keine gemessen.

Woher die Gasflasche stammt war am Mittwoch noch unklar. Sie ist jedenfalls dicht. "Unsere Chemiker versuchen nun mittels Literaturrecherche herauszufinden, was in der Flasche drinnen sein könnte", sagte Feiler.