POLIZEI

© Kurier / Franz Gruber

Chronik Wien
08/03/2021

Wien-Favoriten: Zwei Festnahmen nach Gewalt an Ex-Frauen

Ein Verdächtiger randalierte, ein anderer bedrohte seine ehemalige Lebensgefährtin. Auch ein Polizist wurde verletzt.

Am gestrigen Montag wurden Beamte des Stadtpolizeikommandos Favoriten wegen zwei Gewaltausbrüchen alarmiert. Zuerst soll ein polnischer Staatsbürger vor der Wohnungstür seiner Ex-Lebensgefährtin im Stiegenhaus randaliert haben. Der Mann war offensichtlich alkoholisiert und verhielt sich laut Polizeiaussendung aggressiv gegenüber der alarmierten Beamten. Diese dürften zudem beschimpft worden sein.

Bei der Festnahme attackierte der 42-jährige Verdächtige einen Polizisten mit einem Kopfstoß. Später stellte sich heraus, dass der festgenommene Mann zuvor betrunken und ohne Führerschein ein Auto gelenkt hatte. Außerdem bestand gegen ihn ein Aufenthaltsverbot in Österreich, hieß es in einer Aussendung der Polizei. Der verletzte Beamte konnte seinen Dienst nicht fortsetzen.

Ex-Mann drohte mit dem Umbringen

Am Abend kam es im gleichen Bezirk zu einer weiteren häuslichen Auseinandersetzung, bei der ein türkischer Staatsbürger seine Ex-Frau aufgesucht hatte, weil er das Beziehungsaus nicht akzeptieren wollte.

Nachdem die 49-Jährige ihn abblitzen ließ, soll der ein Jahr jüngere Mann ihr mit dem Umbringen gedroht haben. Die Frau alarmierte die Beamten und der Türke konnte im Stiegenhaus festgenommen werden. Gegen den Mann wurde ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen.

Hilfe für Betroffene

Frauen, die Gewalt erleben, finden kostenlos und rund um die Uhr Hilfe und Informationen bei der Frauenhelpline unter: 0800/222555, www.frauenhelpline.at; beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser unter www.aoef.at und der Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie: www.interventionsstelle-wien.at. Betroffene von Gewalttaten und Verbrechen können sich an die Opferschutzorganisation Weißer Ring wenden unter der Tel.: 0800/112-112, www.opfernotruf.at; droht akute Gewalt, rufen Sie sofort den Polizeinotruf unter 133 oder 112. Gehörlose und Hörbehinderte können per SMS an 0800/133 133 Hilfe rufen.

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