Wiener Fernkälte ist für das Frühjahr gerüstet

Wien Energie erweitert die Fernkältezentrale am Schottenring. Erstmals stehen 20 Megawatt Leistung zur Verfügung.
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Die Wien Energie bereitet ihre 25 Kältezentralen für die neue Saison vor. Am Schottenring steht heuer noch mehr Leistung zur Verfügung. Bereits letztes Jahr wurden dort zwei der Kältemaschinen getauscht – die alten wurden mit einem mobilen Kran durch eine Öffnung in der Straße aus der unterirdischen Fernkältezentrale gehoben. Mit 7,5 Metern waren sie etwa so lang wie eine ausgewachsene Giraffe hoch.

Mit dem spektakulären Manöver war die Arbeit noch nicht getan: In den Folgemonaten hat Wien Energie die neuen Maschinen betriebsbereit gemacht; Elektrotechnik, Rohre und Leitungen wurden installiert. Die Leistung der Fernkältezentrale Schottenring steigt so auf 20 Megawatt. Wenn der Kühlbedarf diesen Frühling steigt, kommen sie erstmals zum Einsatz.

Was wird gekühlt?

Ein Teil der Kühlung wird am Schottenring aber auch ohne Kältemaschinen erreicht, nämlich durch das Wasser des Donaukanals. Besonders in den Wintermonaten, wenn die Wassertemperatur im niedrigen einstelligen Bereich liegt, reicht diese natürliche Kühlung oft aus, sodass Kältemaschinen nicht betrieben werden müssen.

Fernkälte wird aber das ganze Jahr über gebraucht. Wenn etwa kurz vor einer Vorstellung 1.000 Menschen mit einer Körpertemperatur von 37 Grad im Ronacher Platz nehmen, steigt die Temperatur im Raum, sodass gekühlt werden muss. Auch viele andere Betriebe wie etwa Krankenhäuser, Großküchen oder Rechenzentren haben ganzjährig Kühlbedarf.

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