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Schwimmen bis spät: Großes Besucherplus in Wiens Bädern

Längere Öffnungszeiten begannen als Test, wurden angesichts der Hitze verlängert und ausgeweitet. Die Besucherbilanz fällt positiv aus.
Wiener Freibad

Ursprünglich wollte die Stadt nur im Strandbad Alte Donau längere Öffnungszeiten testen. Der Sommer 2026 wurde für Wiens Freibäder dann aber tatsächlich zum Stresstest und die Abend-Öffnung aufgrund der extremen Hitzewellen auf das Kongreßbad, Sommerbad Laaerberg und das Brigittenauer Bad ausgedehnt. Badeschluss ist erst um 20.30 Uhr, geschlossen wird erst um 21 Uhr.

Die Ausweitung war nur bis 9. August vorgesehen, wurde als Akutmaßnahme aber angesichts von Prognosen von über 40 Grad nochmals bis zum 16. August verlängert. Laut Meteorologen dürfte die Hitze mit Werten über 30 Grad bis dahin aber noch nicht ganz zu Ende sein. 

Gänsehäufel

Das Gänsehäufel ist das meist besuchte Bad in Wien.

Wer es sich im Kalender anstreichen will: Ein möglicher Termin für nachhaltig kühlere Temperaturen ist laut Experten von Ubimet der 20. bzw. 21. August.

Aus Sicherheitsgründen: Keine weitere Verlängerung

Dass die verlängerten Öffnungszeiten in den Bädern auf den 16. August begrenzt sind, hat laut Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) einen Grund: die ab diesem Zeitpunkt immer früher eintretende Abenddämmerung.

„Da die Sicherheit der Badegäste oberste Priorität hat, ist eine Verlängerung der Öffnungszeiten über den 16. August hinaus nicht vorgesehen“, erklärt man auf KURIER-Anfrage.

Da die Sicherheit der Badegäste oberste Priorität hat, ist eine Verlängerung der Öffnungszeiten über den 16. August hinaus nicht vorgesehen.

von Jürgen Czernohorszky

Klimastadtrat

Anfang Juni, noch vor den historisch heißen Hitzewellen mit 40,1 Grad am 29. Juni in Bad Deutsch-Altenburg (NÖ) und 41,2 Grad am 4. August in Stammersdorf, verzeichneten Wiens Bäder bereits eine Million Besucher. Die Zahlen haben seither noch einmal kräftig zugelegt. 

Großes Besucherplus

Bis 11. August wurden insgesamt 1.698.357 Besuche verzeichnet, davon 1.493.078 in Freibädern und 205.279 in den Familienbädern. Besonders stark fällt das Plus in jenen Freibädern aus, deren Öffnungszeiten verlängert wurden.

Das Kongreßbad profitierte davon am stärksten: Bis 11. August kamen 137.663 Badegäste und damit um 49 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2025 (92.149 Besucher).

Durchschnittlich 20 Prozent der gesamten Tagesgäste verlassen erst in der letzten Stunde das Bad.

von Wiener Bäder

Im Strandbad Alte Donau wurden 117.103 Gäste gezählt, ein Plus von 44 Prozent (2025: 81.284). Das Laaerbergbad verzeichnete mit 82.033 Gästen einen Zuwachs von 28 Prozent (2025: 62.781), im Brigittenauer Bad stieg die Zahl der Badegäste um 33 Prozent auf 50.189 (2025: 37.648).

Schwimmen bis spät und 10.520 Monatskarten

Insgesamt werden die längeren Öffnungszeiten laut Stadt gut angenommen: „Es kommen zwar nur sehr wenige Badegäste in der letzten Stunde, aber durchschnittlich ca. 20 Prozent der gesamten Tagesgäste verlassen erst in der letzten Stunde das Bad“, erklärt eine Sprecherin der Wiener Bäder.

Im Ranking der meistbesuchten Freibäder liegt das Kongreßbad damit auf Platz zwei. Spitzenreiter ist das Gänsehäufel mit 287.403 Gästen und einem Plus von 23 Prozent gegenüber 2025 (232.296). Auf Platz drei liegt das Strandbad Alte Donau mit 117.103 (2025: 81.286).

Nicht ganz neu, sondern eine Wiederbelebung erfuhr die 1-Monatskarte in Wiens Bädern. Die wurde im September 2021 eigentlich gestrichen und durch deutlich teurere Halbjahreskarten ersetzt.

Kostete die Monatskarte vor ihrer Abschaffung noch 31 Euro, zahlen Erwachsene heuer 48,60 Euro, Jugendliche 36,60 Euro und Kinder 16,80 Euro. Seit Saisonstart am 2. Mai wurden 10.520 Stück verkauft. Auch damit ist man zufrieden, „sogar sehr“, wie es heißt.

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