Wie eine junge Künstlerin ihre gestohlenen Bilder "freikaufte"

Wie eine junge Künstlerin ihre gestohlenen Bilder "freikaufte"
Gemälde von Gabriela Gažová wurden entwendet. Jahre später entdeckte sie die Aktzeichnungen in einer Galerie.

Es waren großflächige Aktmalereien mehrerer Frauen, die Gabriela Gažová am Weg durch die Altstadt von Bratislava abrupt innehalten ließen. Die Künstlerin erkannte die abgebildeten Modelle. Aber nicht nur diese: „Ich kannte jeden Strich, alles hat sich so bekannt angefühlt. Da wusste ich, in dieser Galerie hängen meine Bilder!“

Es waren nicht irgendwelche Bilder. Es handelte sich um eine Serie 13 weiblicher Akte. Die slowakische Künstlerin, die in Wien lebt, hatte sie 2016 im Rahmen ihres Studiums an der Kunstakademie Bratislava angefertigt – dort wurden sie ihr gestohlen.

"Musste mich zwicken, um es zu glauben"

Vier Jahre später stand sie plötzlich vor ihren Bildern – einige gerahmt, womit die Signatur verdeckt wurde. Bei anderen war sie abgeschnitten worden. „Es war surreal, wie wenn man sich auf einem Foto sieht, an dem Ort aber noch nie war. Ich musste mich zwicken, um es zu glauben“, erinnert sich die heute 31-Jährige und gerät noch all die Jahre später in Rage.

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