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Chronik Wien
12/18/2020

Warten auf Wiens neue Radwege

Das Geld steht bereit, der Plan fehlt noch. Der Bedarf stieg im Jahr 2020 jedenfalls noch einmal deutlich an.

von Andreas Puschautz

Radeln in Wien erlebt in diesem Jahr einen regelrechten Boom. Vom angestrebten Ziel, dass zehn Prozent der städtischen Wege per Rad zurückgelegt werden, kann noch immer keine Rede sein. Aber: Es bewegt sich etwas. Sowohl im Juli (17 Prozent) als auch im November (20 Prozent) wurden an den 13 städtischen Zählstellen deutlich mehr Radfahrende als im Vorjahr verzeichnet.

Um den Umstieg aufs Fahrrad noch mehr Menschen schmackhaft zu machen, sind deutliche Investitionen ins Radwegenetz aber unumgänglich, wie Experten betonen. Nur ein Prozent der Wiener Verkehrsflächen sind baulich getrennte Radwege, auf denen sich Radlerinnen und Radler wirklich sicher fühlen können.

Verzehnfachung

Diesen Anteil will die rot-pinke Stadtkoalition auf zehn Prozent anheben, dafür stehen in den kommenden Jahren jährlich 27 statt bisher 7 Millionen Euro zur Verfügung.

Wohin das Geld fließen soll, wo also die ersten neuen Radwege entstehen sollen, steht aber noch nicht fest. Im Koalitionspapier ist lediglich festgehalten, dass das Ausbauprogramm für die gesamte Legislaturperiode im kommenden Jahr ausgearbeitet werden soll.

Ideen gäbe es genug: Die TU Wien erhob etwa im Sommer für die Mobilitätsagentur, wo die dringendsten Baustellen im Radwegenetz liegen und identifizierte 253 Straßenkilometer mit Radwegbedarf – die Hälfte davon mit Top-Priorität.

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