Freilaufender Hund verletzte Reh in Döbling tödlich

Freilaufender Hund verletzte Reh in Döbling tödlich
Das verletzte Wildtier musste eingeschläfert werden. Der Hundehalter wurde angezeigt.

Ein Zeuge verständigte die Polizei, nachdem er beobachtet hatte, wie ein Hund im Bereich der Sieveringer Straße in Döbling ein Reh gebissen hatte. Er fand das offensichtlich erschöpfte und verletzte Reh neben einem Bach.

Die Beamten kontaktierten den zuständigen Förster sowie die Wildtierrettung, welche das Tier mithilfe einer Decke in eine Transportbox legten und tierärztlich versorgten. 

Das Reh hatte laut Wildtierservice-Wien-Leiter Günther Annerl eklatante Bissverletzungen. Man habe alles versucht, um das Tier noch zu retten, aber: "Es gab keine realistische Chance, dem Reh zu helfen." Das Reh wurde eingeschläfert.

Der Hundehalter konnte noch an Ort und Stelle angetroffen werden. Er wurde wegen Verstößen gegen das Wiener Tierhaltegesetz angezeigt.

Leinen- bzw. Maulkorbpflicht

Die Polizei erinnert in diesem Zusammenhang an die geltende Leinen- bzw. Maulkorbpflicht laut dem Wiener Tierhaltegesetz. Diese gilt an öffentlichen Orten und damit auch an land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen. Hunde müssen in jeden Fall so geführt werden, dass eine jederzeitige Beherrschung des Tieres gewährleistet ist.

Auch Annerl pochte darauf, Hunde in Erholungsgebieten an der Leine zu halten. "Viele überschätzen die Fähigkeiten ihrer Hunde", sagte er. Sehen diese ein Wildtier, könne der Jagdtrieb erweckt werden und der Hund nicht mehr auf den Halter hören.

"Es geht hier nicht nur um Wildtiere, sondern auch um Kinder und Haustiere", appellierte Annerl an Hundebesitzer. In eigenen Hundeauslaufzonen können Hunde auch frei laufen gelassen werden.

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