© Robert Ziffer-Teschenbruck

Chronik Wien
06/25/2020

Vizebürgermeisterin Hebein will weitere Pop-up-Radwege in Wien

Auch in der Brigittenau war (zum Ärger des Bezirks) eine Radspur geplant. Hier lenkte die Vizebürgermeisterin ein - und sucht nun neue Standorte.

von Stefanie Rachbauer

Bei der Praterstraße, der Lassallestraße, der Hörlgasse und der Wagramer Straße wird es nicht bleiben. Die grüne Vizebürgermeisterin Birgit Hebein hat dort sogenannte Pop-up-Radwege eingerichtet, indem sie je eine Autospur für Radfahrer freigegeben hat.

Und genau das will sie nun auf weiteren Wiener Straßen machen, kündigt sie im Gespräch mit dem KURIER an.

Derzeit ist Hebein noch auf der Suche nach geeigneten Standorten. Einer ist mittlerweile definitiv ausgeschlossen: die Adalbert-Stifter-Straße im 20. Bezirk.

Wie der KURIER online berichtete, waren bereits rege Vorbereitungen für einen Pop-up-Radweg auf der viel befahrenen Durchzugsstraße von der Gürtelbrücke bis zur Nordbrücke angelaufen.

Der Plan: Zwischen Jägerstraße und Friedrich-Engels-Platz sollte eine der Autospuren stadtauswärts für Radler reserviert werden.

Vor rund zwei Wochen habe zu diesem Zweck vor Ort eine Verhandlung mit Vertretern der Polizei, des Magistrats, der Wiener Linien und des Bezirks stattgefunden, bestätigt Bezirksvorsteher Hannes Derfler (SPÖ).

Fast alle Anwesenden, so Derfler, hätten sich bei dem Treffen gegen den Radweg ausgesprochen: „Auch der Bezirk war komplett dagegen. Und zwar aus Überlegungen der Verkehrssicherheit.“

Gespräch mit Experten

Diese Einwände hat sich Hebein nun offenbar zu Herzen genommen: „Ich habe mich noch einmal mit Verkehrsexperten und Radexperten zusammengesetzt“, sagt sie nach dem heutigen KURIER-Bericht.

Mit dem Ergebnis, dass nun „geeignetere Orte“ gefunden werden sollen, um „in die Offensive“ zu gehen.

Ob bereits neue Standorte gefunden wurden und ab wann dort Pop-up-Radwege eröffnet werden sollen, verrät Hebein allerdings noch nicht. "Lassen Sie sich überraschen“, sagt sie.

Kritik von Polizei

Mit ihren Einlenken reagiert die grüne Vizebürgermeisterin wohl auch auf Kritik seitens der Polizei und des Autofahrerklubs ÖAMTC. Die Exekutive hatte zuletzt beklagt, nicht in das Verkehrs- und Sicherheitskonzept der Pop-up-Radwege eingebunden worden zu sein.

Das Büro von Hebein dementierte das allerdings.

Mehr dazu im Podcast:

Der ÖAMTC wiederum kam zu dem Schluss, dass die temporären Radspuren auf der Straße mit Verkehrssicherheitsrisiken verbunden sind.

Radrettung am Pop-up-Weg

Übrigens: Nutzer des temporären Streifens in der Praterstraße haben heute, Freitag, von 16 bis 19 Uhr die Gelegenheit, ihr Fahrrad kostenlos durchchecken zu lassen.

Bei der U1-Station Nestroyplatz überprüfen Mechaniker im Rahmen der Aktion „Grüne Radrettung“ die Schaltung, die Bremsen sowie Verschleißteile – und machen ein kleines Service.

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