Unwetter über Wien: Unterführung in Döbling erneut geflutet
Überflutete Unterführung in der Mooslackengasse in Döbling, in der ein Auto im Starkregen feststeckt.
Am Nachmittag verdunkelte sich über Wien der Himmel, Donner grollten und die Schleusen öffneten sich: Die große Hitze führte am Freitag nun auch in Wien zu einem schweren Gewitter.
Das Höhentief über der Nordsee und ein von Frankreich zur Ostsee ziehendes kleines Tief namens Cerry haben das Wettergeschehen im Alpenraum bestimmt, heißt es auf der UWZ-Website. Und die Auswirkungen haben in Wien zu einem Starkregen geführt, der zu zahlreichen Behinderungen geführt hat.
Eine davon findet sich immer an einem neuralgischen Punkt: Bei der Unterführung in der Mooslackengasse in Döbling. Auch am Freitag stand dieser Bereich rasch unter Wasser. Ein Lenker aus Oberösterreich blieb schließlich in den Fluten stecken. „Das Wasser war nicht nicht so tief, als wir reingefahren sind“, ist der Lenker beim KURIER-Lokalaugenschein noch geschockt.
„Plötzlich war überall Wasser. Dann ist der Motor abgestorben“, schildert er. Und das Wasser ist weiter gestiegen, die Elektronik habe verrückt gespielt. Als die beiden das Fahrzeug verlassen hatten, hat der Regenguss bald aufgehört. Nun heißt es warten auf den ÖAMTC: „Ich hoffe, das Auto ist kein Totalschaden.“
Unterdessen mussten weitere Lenker kurz vor der überfluteten Unterführung stoppen und ihr Fahrzeug wenden, was zu einem kurzzeitigen Verkehrschaos führte. Auch ein Linienbus der Wiener Linien konnte kurzzeitig die Unterführung nicht durchqueren und musste das Unwetter abwarten.
Feuerwehr und Polizei sperren die überflutete Unterführung, in der ein Auto im Wasser steckt.
Rasch waren auch Feuerwehr und Polizei zur Stelle. Die Unterführung wurde für mehrere Stunden gesperrt. Feuerwehr und Wien Wasser waren damit beschäftigt, das Wasser aus der Unterführung zu pumpen, um das Fahrzeug bergen zu können.
Bei der Feuerwehr sind am Nachmittag zahlreiche Anrufe eingegangen. „Wir sind in erhöhter Einsatzbereitschaft“, sagt ein Sprecher der Berufsfeuerwehr. Personenschaden sei noch keiner gemeldet worden. Dennoch waren 33 Löschgruppen wegen des Starkregens gleichzeitig im Einsatz.
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