Chronik | Wien
01.12.2017

Ulli Sima mit Studie für Rauchverbot

Die Feinstaubbelastung in gemischten Lokalen ist demnach auch für Nichtraucher hoch.

Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) macht mit einer Untersuchung in Lokalen mit Raucherbereichen gegen die Diskussion über eine mögliche Abschaffung des Rauchverbots mobil. Laut einer Messserie des Umwelthygieniker Professor Manfred Neuberger in über 100 Wiener Lokalen sind die Feinstaub-Werte im Nichtraucherbereich von gemischten Lokalen über viermal so hoch wie im Freien. „Die Umsetzung des beschlossenen generellen Rauchverbots ist unabdingbar“, kommentiere Sima die Studie.

Die Pläne der möglichen neuen Regierung zwischen ÖVP und FPÖ kann die Stadträtin nicht nachvollziehen. „Diese Messwerte zeigen uns, dass eben auch für Nichtraucher in gemischten Lokalen eine große Gefahr für die Gesundheit besteht. Obwohl die Menschen sich extra in Nichtraucher-Bereiche setzen“, sagt Sima.

Strache will gegen Verbot kämpfen

Außerdem könne sie nicht verstehen, warum die Debatte in Österreich so heiß diskutiert wird: „In allen anderen Ländern gab es überhaupt keine negativen Auswirkungen. Zumindest hätte ich nichts dergleichen gehört.“

Bei einer Protestveranstaltung am Donnerstagabend im Lokal Vino von Heinz Pollischansky hatte sich FPÖ-Chef HC Strache gegen das Verbot ausgesprochen und versprochen, es in den Regierungsverhandlungen durchsetzen zu wollen.