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Chronik Wien
01/17/2022

100 Feuerwehreinsätze und Stromausfälle im 1. und 9. Bezirk

Wegen Sturmböen von bis zu 100 km/h zählte die Feuerwehr am Montagnachmittag 100 Einsätze. Im 1. und 9. Bezirk kam es zu Stromausfällen.

Lose Fensterflügel, tief herabhängende Äste und Bauteile, die drohen, umzustürzen: In der Zentrale der Feuerwehr gehen in Wien am Montag zahlreiche Notrufe ein. "Um 14 Uhr hatten wir bereits 60 Einsätze", sagt ein Feuerwehrsprecher im Gespräch mit dem KURIER. Gegen 16 Uhr wurden bereits 100 Einsätze gezählt.

Von 16 Uhr bis 17.30 Uhr kam es zu Stromausfällen im 1. und 9. Bezirk. Betroffen waren rund 300 Haushalte. Die Wiener Netze informierten darüber auf ihrer Internetseite. 

Die Unwetterzentrale warnte angesichts des starken Winds, man solle in den kommenden Stunden nicht spazieren gehen. Gegen 15 Uhr waren 30 Gruppen der Feuerwehr im Einsatz, so der Sprecher. Der Grund dafür waren Windböen mit bis zu 100 km/h, die am Montag in Wien gemessen wurden.

Gefahren gab es durch herabstürzende Äste und andere Gegenstände, die herumgewirbelt werden konnten.Durch den starken Seitenwind war außerdem eine erhöhte Unfallgefahr gegeben. Es wurde davon abgeraten, sich in Wäldern, Parks oder Alleen aufzuhalten. 

Betroffen sind vor allem die Bezirke zwischen 1 bis 20, genauso wie der 23. Bezirk. "Von dieser Seite der Donau kommen die meisten Notrufe", heißt es vonseiten der Feuerwehr. In den Donaukanal, Höhe Schwedenbrücke, wurde beispielsweise eine mobile Toilette geweht. Feuerwehrtaucher mussten die Toilette aus dem Wasser fischen. In Liesing wurde ein Teil einer Photovoltaik-Anlage vom Dach geweht. Es beschädigte Autos, die dort parkten.

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