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Chronik Wien
03/05/2019

Stadtrat Hacker wirft KAV-Personalvertretern „Demenz“ vor

Besoldungsreform: Trotz des jüngsten Gehaltsplus von 39 Millionen Euro bleiben die Fronten verhärtet

von Josef Gebhard

Scharfe Worte findet Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) für jene KAV-Personalvertreter, die seit Tagen gegen die Gehaltsreform für städtische Mitarbeiter mobil machen. Wie berichtet, protestieren sie gegen die in ihren Augen massiven Nachteile für Mitarbeiter, die weiterhin nach dem alten System bezahlt werden. Sie fordern die Möglichkeit, ins neue System wechseln zu wechseln.

„Dass es Unterschiede geben wird, sollte allen beteiligten Personalvertretern bekannt sein. Auch, dass es dazu noch Gespräche gibt“, sagt Hacker. Aber offenbar würden einige in der Ausübung ihres Amtes an Demenz leiden. „In Zeiten von Wahlkämpfen kommen besondere Emotionen zum Vorschein“, spielt der rote Stadtrat auf die Personalvertretungswahlen im Mai an.

Susanne Jonak, Vorsitzende der für den KAV zuständigen Hauptgruppe II der Gewerkschaft younion, verweist auf die jüngste Verhandlungsrunde, die 39 Millionen Euro für die nach dem alten Schema Angestellten brachte. Zudem sei die zweijährige Evaluierungsphase nach der Umstellung am 1. Jänner 2018 noch im Laufen. Silvia Tauchner, für die Oppositionsfraktion KIV Personalvertreterin im SMZ Süd, lässt dies nicht gelten: „Nicht wir Personalvertreter sind auf die Barrikaden gestiegen. Es waren die Mitarbeiter, die sich wegen der massiven Ungleichheiten an uns gewandt haben.“

Das jüngste Gehaltsplus sei laut Tauchner nur „ein Tropfen auf den heißen Stein“. Auch von der Evaluierungsphase mit anschließenden weiteren Verhandlungen hält sie wenig. „Das dauert dann fünf Jahre. Die Mitarbeiter wollen das Geld aber jetzt haben“, sagt sie und schließt schärfere Protestmaßnahmen nicht aus. „Die Pflege ist bereit, auf die Straße zu gehen.“

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