Yasemin (li.) und Nadine (re.) wohnen seit kurzem in der Alfred-Adler-Straße 12.

© KURIER/Gerhard Deutsch

Reportage
08/05/2016

Sonnwendviertel: "Ziehen hier nicht mehr weg"

Zu Gast bei Bewohnern der neuen, grünen Anlage in der Alfred-Adler-Straße 12 in Favoriten.

von Johanna Kreid

"Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal aus Döbling wegziehen werde", sagt Nadine und lacht herzlich. Dennoch hat es sie nun nach Favoriten verschlagen – und prompt gerät die Jus-Studentin ins Schwärmen, wenn sie von ihrer neuen Wohnung erzählt: "Mein großer Balkon, die Ruhe und die öffentliche Anbindung sind toll."

Nadine ist eine jener Bewohner, die kürzlich in das neue Wohnhaus in der Alfred-Adler-Straße 12 (Bauträger: Heimbau) eingezogen sind. Offiziell eröffnet wurde die Anlage mit den 148 geförderten Genossenschaftswohnungen am 22. Juni mit der feierlichen Schlüsselübergabe durch Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ).

Bei 116 der Wohnungen handelt es sich um preiswerte Smart-Wohnungen: Diese sind kompakt, aber effizient angelegt – so entsteht etwa durch das Weglassen des Vorzimmers ein größerer Wohnraum. Heimbau-Obmann Peter Roitner erklärt: "Es war nicht einfach, die Mietkonditionen und die ansprechende Architektur unter einen Hut zu bringen. Aber es ist uns gelungen, und wir freuen uns über diesen markanten Wohnbau."

Seit der Schlüsselübergabe herrscht in der Alfred-Adler-Straße geschäftiges Treiben: Möbelwagen fahren vor, Umzugskartons werden in den Lift gehievt, erste Blumentöpfe auf den Balkonen drapiert. Der KURIER traf zwei der neuen Bewohnerinnen zu einem Rundgang durch ihr neues Zuhause.

Ruhiger Innenhof

Nadine und ihre Nachbarin Yasemin führen zuerst durch den Innenhof, wo sich unter anderem ein Kinderspielplatz und zahlreiche Sitzgelegenheiten befinden. Ihr gefalle das Ambiente, erzählt Yasemin: "Der Hof ist ruhig und grün. Außerdem ist der Helmut-Zilk-Park ganz in der Nähe, da gehe ich abends gern mit meinem Mann spazieren."

Auffällig sind die bunten Laubengänge im Inneren des Hofs. Zudem gibt es auf jeder Ebene Abstellmöglichkeiten für Kinderwägen und Fahrräder. Besonders gut gefällt Nadine die Terrasse, die alle Bewohner benützen können: Hier einen Sommerabend mit Freunden verbringen? Das könne sie sich gut vorstellen, erzählt sie.

Danach serviert Yasemin auf dem Balkon ihrer Smart-Wohnung Kaffee. Warum sie sich für einen Umzug ins Sonnwendviertel entschied? "Ich habe mit meiner Familie 21 Jahre lang im 22. Bezirk gelebt", erwidert Yasemin. Die Wohnung war klein, der Weg zur Arbeit weit. Als sie und ihr Mann von dem Projekt in der Alfred-Adler-Straße erfuhren, suchten sie um eine Wohnung an. "Wir hatten keine große Hoffnung, da es so viele Vormerkungen gab", fügt sie hinzu. "Doch dann bekamen wir doch eine Zusage. Wir haben uns sehr gefreut", sagt Yasemin. Denn die Lage sei ideal, der Weg in die Arbeit nun kürzer. Und: "Hier ist quasi eine Stadt in der Stadt. Alles, was man braucht, ist zu Fuß erreichbar."

Was den Frauen an ihrem neuen Zuhause am besten gefällt? Neben Wohnung und Balkon auch die Hausverwaltung, erwidert Nadine: "Jeder kennt dieses Gefühl, unpersönlich behandelt zu werden. Hier hingegen sind alle Mitarbeiter nett und engagiert."

Yasemin fügt hinzu: "Wir sind erst vor zwei Wochen eingezogen, noch ist alles etwas ungewohnt." Dennoch ist sie sicher: "Hier ziehen wir nicht mehr weg."

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