Song Contest: Staffelübergabe von Basel nach Wien
Übergabe der Fasnacht-Laterne von Conradin Cramer an Michael Ludwig.
Ein Hauch vom Eurovision Song Contest wehte schon am Montagabend durch das Wiener Rathaus. An Kameras, Journalistinnen und Journalisten mangelte es nicht, in den Gängen hörte man Französisch und auch Englisch.
Bei der Staffelübergabe von Basel, wo der letztjährige ESC ausgetragen worden war, an Wien, war schon deutlich eine freudige Erregung bei allen Beteiligten zu spüren. Regierungspräsident Conradin Cramer war mit einer Delegation und der Baseler Fasnachtgilde angereist, um das symbolische Zepter in Form einer Fasnachtlaterne, die das Konterfei von Vorjahressieger Johannes „JJ“ Pietsch trägt, an Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und ORF-Chef Roland Weißmann zu übergeben.
Offiziell war das ESC-Jahr schon am Silvesterpfad eingeläutet worden. Zum Jahreswechsel ging die "ESC-Clock“ in Betrieb, die die verbleibende Zeit bis zum Finale am 16. Mai anzeigt. Und der Countdown läuft tatsächlich, am Montag waren es noch 120 Tage bis zur ersten Live-Show.
Darum drehte sich dann am Abend auch alles. Gemeinsam mit den Schweizer Gästen wohnte Ludwig der ORF-Live-Sendung zur Auslosung der ESC-Halbfinali bei, die im Wiener Rathaus aufgenommen wurde – dabei ließ man es sich nicht nehmen Champions-League-Vibes heraufzubeschwören. Alternierend wurde aus fünf Töpfen die Teilnehmer für die zwei Halbfinali von den zwei Moderatoren Alexandra Maritza Wachter und Cesár Sampson gezogen.
Alexandra Maritza Wachter und Cesár Sampson moderierten die Live-Show, die im Stadtsenatssaal des Rathauses aufgenommen wurde.
Außer Konkurrenz
Die erste Halbfinal-Show findet am 12. Mai 2026 in der Wiener Stadthalle statt, das zweite folgt zwei Tage später am 14. Mai. Den Abschluss stellt das große Finale am 16. Mai dar.
Österreich musste aber vor keinen Angstgegnern zittern, schließlich ist das Gastgeberland genauso wie Deutschland, Großbritannien, Italien und Frankreich Fixstarter im Finale. Österreich wird außer Konkurrenz im zweiten Halbfinale teilnehmen.
Die Wiener Politprominenz hatte es sich nicht nehmen lassen, auch dabei zu sein. Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling (Neos) war genauso gekommen wie Wiens Tourismusdirektor Norbert Kettner oder die nicht-amtführenden Stadträte Peter Kraus (Grüne) und Kasia Greco (ÖVP).
Und alle waren sie vor den lila-rosa ESC-Plakatwänden zu finden – auch mit Mitgliedern anderer Parteien und fast alle breit grinsend. Das ausgegebene Motto "United by music“ dürfte also schon wirken. Darauf nahm auch Cramer Bezug. Welchen besseren Ort als Wien gebe es, als ein Fest des Friedens und der Freude zu feiern, fragte er. Natürlich neben Basel, wie er noch betonte.
Conradin Cramer übergab ein Gastgeschenk an Michael Ludwig.
Ehrenplatz für Basel
Weißmann freut sich besonders auf ein "Dreifach-Comeback“, wie er erzählte. Bulgarien, Rumänien und Moldau werden heuer nach einigen Jahren wieder Teil des ESC sein. Und besonders freuen dürfe man sich auf ein großes Live-Orchester. Das Radio-Symphonieorchester (RSO) werde Teil der Show sein.
Die Baseler Fasnachtlaterne wird übrigens auch für die ESC-Fans zu sehen sein, wie Ludwig ankündigte. Sie soll einen Ehrenplatz in der Wiener Stadthalle erhalten.
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