© Sarah Naegele

Chronik | Wien
04/30/2019

S1-Sperre nach Lkw-Unfall: Zäher Verkehr auf A4

Das Ende der Sperre des Tunnels Rannersdorf ist noch nicht absehbar. So lange sie anhält, wird es zu Verzögerungen kommen. Stauchaos blieb Dienstag Früh aus.

Der Tunnel Rannersdorf bleibt bis auf Weiteres in Richtung Knoten Vösendorf gesperrt. Der Verkehr wird seit einem LKW-Brand am Montag in den frühen Morgenstunden großräumig über die A4 und die A23 umgeleitet.

Ein KURIER-Lokalaugenschein am Dienstagmorgen zeigt, dass es – speziell im Frühverkehr zu erheblichen Verzögerungen kommt.

 

 

07.04 Uhr: Abfahrt Flughafen Wien in Richtung A4. Kurz vor der Autobahnauffahrt am Flughafen entscheiden sich viele Autofahrer bereits für die B9 Hainburger Straße, um so dem Transitverkehr auf der Autobahn zu entgehen. Dadurch kommt es dort vom Flughafen kommend zu kurzen Stehzeiten.

 

Auf der A4 beginnt der Kolonnenverkehr etwa 500 Meter nach dem Flughafen. Es herrscht zäher "Stop-and-go-Verkehr". Bis zur Abfahrt S1 beim Knoten Schwechat weisen mehrfach Schilder auf die Sperre des Tunnels Rannersdorf hin. Diejenigen, die trotzdem auf die S1 fahren, werden spätestens bei der Anschlussstelle Schwechat Süd abgeleitet. Die meisten bleiben aber ohnehin auf der A4.

07.15 Uhr: Der Knoten Schwechat ist nun nach mehreren Stehphasen passiert. Laut ÖAMTC-Mobilitätsexperte Heimo Gülcher ist das keine Überraschung: "Es gab hier in letzter Zeit zu den Frühspitzen immer wieder wieder Verzögerungen, durch die Tunnelsperre wird das natürlich verstärkt."

 

Stau A4

Stau A4

07:24 Uhr: Teilweise im Schritttempo die Simmeringer Haide erreicht. Es ist zäh, aber es geht voran. Bauarbeiten auf der Schrägseilbrücke zwischen Simmering und Leopoldstadt verlangsamen den Verkehr in diesem Bereich zusätzlich. "Normalerweise treten die Verzögerungen in diesem Bereich nur im Frühverkehr auf. Bis der Tunnel wieder offen ist, könnte das hier allerdings zum Normalzustand werden", erklärt Gülcher.

07:39 Uhr: Kurz vor dem Knoten Prater ist der Verkehr nun wieder flüssig. Die vielen Lkw fahren weiter in Richtung A2, während sich die Pendler in Wien verteilen.

Fazit: Für eine Strecke, die normalerweise etwa 15 Minuten in Anspruch nimmt, sollten Autofahrer bis zum Ende der Sperre des Tunnels Rannersdorf etwa 35 Minuten einplanen. Besonders in den Morgenstunden ist mit Verzögerungen zu rechnen. Ein Verkehrschaos ist bisher aber ausgeblieben.