© Feuerwehr Schwechat

Chronik Wien
04/29/2019

Lkw-Brand: Verkehrschaos und erhebliche Schäden in S1-Tunnel Rannersdorf

Erhebliche Schäden im S1 Tunnel Rannersdorf, der weiterhin gesperrt ist.

Ein Lkw-Brand bei Schwechat (Bezirk Bruck a.d. Leitha) auf der Wiener Außenring Schnellstraße (S1) und ein umgestürzter Sattelschlepper auf der Westautobahn (A1) bei Loosdorf (Bezirk Melk) haben am Montag zu teils erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Der Tunnel Rannersdorf musste in Richtung Vösendorf ebenso gesperrt werden wie die A1 im Unfallbereich nach Westen, teilte die Asfinag mit.

Der Lkw-Brand hatte etwa einen kilometerlangen Stau auf der Südautobahn (A2) rückreichend bis Traiskirchen (Bezirk Baden) zur Folge, berichtete der ÖAMTC. Zu dem Zwischenfall in dem Tunnel auf der Richtungsfahrbahn zur A2 war es gegen 4.30 Uhr gekommen. Während der Sperre der S1 wurde der Verkehr über die Wiener Südosttangente (A23) und die Ostautobahn (A4) umgeleitet. Verzögerungen mussten in Kauf genommen werden. Behinderungen gab es laut ARBÖ auch im Stadtgebiet von Schwechat.

 

Viel Löschschaum eingesetzt

Feuerwehr im Einsatz

Der Brand

Beschädigte Decke

In Fahrtrichtung Schwechat wurde die S1 gegen 6.30 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben, teilte die Asfinag mit. Zwei Lkw-Fahrer wurden laut ÖAMTC mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Wie lange der Tunnel in Fahrtrichtung zur A2 gesperrt bleiben muss, stand vorerst nicht fest. Die Asfinag berichtete jedenfalls von erheblichen Schäden nach dem Brand. Auf einer Länge von etwa 600 Metern wurden demnach Einrichtungen wie der Notruf und die Videoanlagen stark in Mitleidenschaft gezogen. Auch die Fahrbahn wurde beschädigt. Wegen der Sperre des Tunnels wurde der Verkehr im Abschnitt Schwechat-Süd - Rannersdorf von der S1 abgeleitet.

Sattelschlepper umgestürzt

Der bei Loosdorf umgestürzte Sattelschlepper blockierte laut Feuerwehr und Asfinag die Richtungsfahrbahn Salzburg zur Gänze. Nach Wien war nur eine Spur frei. Das Führerhaus ragte über die Mittelleitschiene auf die Gegenfahrbahn, auf die auch Trümmer des mit Rindenmulch beladenen Schwerfahrzeugs gefallen waren.

"Christophorus 2" rückte ebenso aus wie drei Feuerwehren, teilte Franz Resperger vom Landeskommando mit. Neben den FF Loosdorf und Melk standen auch Helfer aus St. Pölten mit einem 50-Tonnen-Kran im Einsatz. Ereignet hatte sich der Unfall dem Sprecher zufolge bei Autobahnkilometer 77,5.

Die Dauer der Sperre der Richtungsfahrbahn Salzburg auf der A1 zwischen Loosdorf und Melk war nach Asfinag-Angaben vorerst ebenfalls offen. Der Verkehr wurde über die B1 umgeleitet. Der Lenker des Schwerfahrzeugs wurde schwer verletzt und vom Notarzthubschrauber ins Universitätsklinikum St. Pölten geflogen.