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Burschen prügelten auf Opfer ein und luden Video hoch

Einem Polizisten wurde gedroht: „Ich schieß dir in den Kopf!“ Am Montag standen fünf junge Intensivtäter in Wien vor Gericht.
Jugendliche Rauferei.

Ein Faustschlag gegen das Gesicht jagt den nächsten. Das Opfer kippt fast von der Parkbank, versucht, sich zu schützen. Vor ihm mehrere junge Männer, einer hält eine Schusswaffe in der einen und das Handy in der anderen Hand. Das Video von der Attacke unterlegen sie mit deutschsprachigem Gangsta-Rap und posten es in sozialen Medien.

Fünf Burschen im Alter zwischen 15 und 16 Jahren sind am Montag in Wien wegen schweren Raubes, Diebstahls und schwerer Körperverletzung angeklagt. Bemerkenswert: Ihr „Chef“ soll ein 13-Jähriger gewesen sein, der aufgrund seines Alters nicht strafmündig ist.

Zwei Angeklagte werden aus der U-Haft vorgeführt, sie sind nicht zum ersten Mal mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. Wie es diesmal zu dem massiven Übergriff kam? „Wir hatten einfach was gegen ihn“, erklärt einer. Bei der Schusswaffe soll es sich um eine Softgun gehandelt haben. „Die haben wir zwei Tage vorher in der Excalibur City gekauft“, erinnert sich ein anderer. Warum? „Wir wollten was posten.“

Einer der Truppe soll einem Polizisten gedroht haben: „Ich schieß dir in den Kopf!“ „Das ist mir rausgerutscht“, erklärt er.

„Ich frage mich wirklich, was in Ihrem Kopf vorgeht. Nicht viel anscheinend“, ist die Richterin verärgert. „Sie haben zwei Vorstrafen. Und es ist immer dasselbe: Gibst du den jungen Leuten eine bedingte Strafe, tun sie so, als wäre nichts gewesen.“

Erste Verurteilung

Urteil gibt es am Montag nur gegen einen der Angeklagten. Er hatte bei Autoeinbrüchen „nur“ Aufpasserdienste geleistet und bekommt deshalb drei Monate bedingte Haft; rechtskräftig.

Die anderen vier haben ihren Prozess noch nicht hinter sich. Der 13-Jährige, der die Waffe beim Raub gehalten haben soll, wird als Zeuge gebraucht. Am Montag fehlte er unentschuldigt.

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