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Beziehung mit Teufel und Dämonen

Eine Frau soll ihren Lebensgefährten misshandelt und Knochen gebrochen haben – Freispruch.
Schräger Blick auf ein Wiener Landesgericht mit Straßenschild und Straßenlaterne.

Auf der einen Seite eine 47-jährige Friseurin und Lebensberaterin, der Esoterik nicht abgeneigt. Auf der anderen ein Marketing-Profi, 40, Epileptiker. Elf Monate waren sie ein Paar. Nun sehen sie sich vor Gericht wieder. Körperverletzung, Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung und gefährliche Drohung stehen im Raum. Keine Seltenheit im Landesgericht für Strafsachen in Wien. Doch diesmal muss die Frau als Angeklagte Platz nehmen.

Die erste Zeit: Romantik pur. Doch zum Ende hin „der Inbegriff einer toxischen Beziehung“, wie Rechtsanwalt Heinrich Lang sagt.

Eifersucht war ständiges Thema. „Ich durfte keinen Mann mehr anschauen“, sagt sie. „Sie hat versucht, mich eifersüchtig zu machen“, sagt er. Streitereien, die bis tief in die Nacht dauerten, Beschimpfungen, heimliche Handyaufnahmen. Sogar die Angst, dass sie ihn mit Zimt vergiften will.

Exorzist

Und schließlich ein epileptischer Anfall nachts, der mit Knochenbrüchen endete. Weil sie ihn gehalten hat, glaubt der Mann. Die Frau schildert: „Kurz vorher hat er mich umarmt. Gesagt, mir geht es nicht gut.“ Dann habe er gezittert, Geräusche gemacht „wie beim Film ,Exorzist‘“. „Sie hat gesagt, sie hat mir den Teufel und Dämonen ausgetrieben“, sagt der Mann.

Nach der OP sei es auch noch zu sexuellen Übergriffen gekommen, schildert er.

Nach der Trennung: böse Worte in den sozialen Medien. Den ersten Prozess „hat sie verloren“. „Das Verfahren wurde eingestellt“, berichtigt die Richterin.

Urteil: Freispruch für die Frau. Die Brüche, so das Urteil der Sachverständigen, können durchaus durch die Krämpfe verursacht worden sein. Rechtskräftig.

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