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Chronik Wien
07/15/2021

Pfiffige Impf-Ideen: Mit Boot und Bus zur Herdenimmunität

Die einzelnen Bundesländer starten ungewöhnlichen Aktionen, um die Durchimpfungsrate zu steigern.

von Josef Gebhard, Elisabeth Holzer

Bei seinen ersten Ausfahrten wird es wohl wenig Fang machen, dafür ist das Wetter in den nächsten Tagen zu schlecht. Ungeachtet dessen erfolgte am Donnerstag die Jungfernfahrt des Wiener Impfboots auf der Alten Donau. In den kommenden Wochen wird es jeweils von Freitag bis Sonntag zwischen den Badeplätzen unterwegs sein, um Besucher, die das möchten, rasch und unkompliziert zu impfen. Eine Terminvereinbarung ist nicht nötig.

Zum Einsatz kommt der Impfstoff von Johnson&Johnson, Unter-18-Jährige bekommen einen Erststich von Biontech/Pfizer. Geimpft wird übrigens nicht an Bord des kleinen Bootes, sondern am Ufer. Pro Wochenende können 350 Personen versorgt werden.

Es handelt sich um eine von zahlreichen neuen Aktionen, mit denen man nicht nur in Wien versucht, der deutlich zurückgehenden Impf-Frequenz entgegenzuwirken. Für Mittwoch hat das Gesundheitsministerium nur 73.648 neue Impfungen gemeldet – ein Rückgang um 20.000 gegenüber der Vorwoche und fast halb so viel wie am 2. Juni, dem bisher stärksten Tag der Impfkampagne. Damals wurden an einem Tag mehr als 143.000 Menschen geimpft.

Impfen beim GAK

Auch in der Steiermark sprießen die Ideen, um Jugendliche und junge Erwachsene zum Impfen zu bringen. So wird am 22. Juli ein Stich-Tag im Sportzentrum des Fußballklubs GAK in Graz durchgeführt.

Als Draufgabe zur kostenlosen Covid-Schutz-Impfung gibt es eine Gratis-Tageskarte für ein Heimspiel des Klubs. Wobei Teamarzt Jörg Pavek betont, dass auch Fans anderer Vereine herzlich eingeladen seien. „Der GAK hat zwar die Aktion ins Leben gerufen und stellt sein Sportzentrum zur Verfügung. Aber es ist eine Aktion für alle Fußballfans, egal, welchem Klub sie die Daumen drücken.“

Verimpft werden die Vakzine von Biontech/Pfizer sowie Johnson&Johnson. Der Impftag wurde gemeinsam mit dem Land Steiermark und der Wissenschaftlichen Akademie für Vorsorgemedizin durchgeführt, die auch die Anmeldung zum Termin abwickelt (www.vorsorgemedizin.st/impfanmeldung-fanimpfen).

Statt eines Bootes ist in Tirol ein Impfbus unterwegs. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Nach dem Auftakt am vergangenen Wochenende wird aktuell ein Tourplan ausgearbeitet. Der Bus soll gezielt jene Regionen ansteuern, in denen sich bisher erst wenige Menschen geimpft haben.

Auch Salzburg wird ab kommender Woche einen Impfbus einsetzen. Damit sollen auch in entlegeneren Gemeinden Menschen ohne Voranmeldung immunisiert werden.

Weiters kündigte Gesundheitsreferent Christian Stöckl (ÖVP) zuletzt Impfangebote für einzelne Bevölkerungsgruppen an – etwa Personen mit Migrationshintergrund. Ziel ist es, die Durchimpfungsrate von derzeit 60 Prozent auf 70 Prozent im Herbst zu steigern.

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