Nur ein DNA-Abgleich kann den Vermissten-Fall
Bohdal klären.

© /Screenshot/RAITV/

Italien/Wien
10/16/2015

Obdachloser ist doch nicht Martin Bohdal

Polizei nahm Fingerabdruck und stellte die wahre Identität fest - nicht der seit 17 Jahren vermisste Wiener.

von Dominik Schreiber

Der Obdachlose von Terlizzi ist nicht der vermisste Wiener Martin Bohdal. Das ergaben die Untersuchungen der lokalen Carabinieri. Dem Mann wurden offenbar vor bereits vor einigen Tagen Fingerabdrücke abgenommen, berichtet die Lokalzeitung Terlizziva. Die Abdrücke wurden anschließend in die lokale Datenbank eingegeben und ergaben einen Treffer.

Der Fall sorgt seit vergangener Woche für Aufsehen in Österreich und Italien.Wie berichtet, ist der Wiener Bohdal(siehe Bild)seit 17 Jahren vermisst. Er soll nach der Fete Blanche in Velden von einem Motorboot gefallen sein. Bis heute sind die Umstände mysteriös. Der italienische SenderRAI3forschte den Obdachlosen aus und einDatenforensiker aus Linzstellte später in fünf Punkten eine Ähnlichkeit fest. Auch Interpol war in den spektakulären Fall eingeschaltet.

Er stammt aus Ungarn

Nun stellte die Polizei fest, dass es sich tatsächlich um einen Mann mit ungarischer Herkunft handelt. Er bewegt sich von Stadt zu Stadt und übernachtet dann dort ein paar Wochen. Die fast idente Narbe auf der Nase dürfte also nur eine zufällige Ähnlichkeit sein. Die italienische Polizei soll bereits die österreichische Botschaft in Rom informiert haben. Das Landeskriminalamt in Kärnten wusste davon auf KURIER-Anfrage noch nichts.

Mehr zum Thema: