© Anna Perazzolo

Chronik Wien
09/22/2022

Neuer Teich für die Panzernashörner in Schönbrunn

Heute, passenderweise am Welt-Nashorn-Tag, wurde der neue Teich eröffnet. 300.000 Euro hat der Tiergarten dafür ausgegeben.

Von Gerlinde Scholz und Anna Perazzolo

Die kühle Herbstluft regt nicht unbedingt zum Schwimmen an. Zumindest der Panzernashorn-Dame in Schönbrunn war am Donnerstagvormittag bei 11 Grad nicht danach. Langfristig werden die Nashörner im Tiergarten Schönbrunn ihren neuen Teich aber bestimmt schätzen lernen, sagt Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck. Denn Nashörner sind ausgezeichnete Schwimmer und suhlen sich gerne im Schlamm, um lästigen Insekten zu entgehen.

Einen kleinen Teich hat es in der Anlage, die bereits 2006 eröffnet wurde, schon gegeben. In den vergangenen Monaten ist dieser aber erneuert und ausgebaut worden. So, dass die Nashörner nun nicht mehr nur darin stehen, sondern tatsächlich schwimmen können.

Zur Besucherseite hin hat der neue Teich eine spezielle Kante, die von den Tieren nicht überwunden werden kann. "So steigen die Nashörner nicht unabsichtlich auf der falschen Seite heraus. Eine natürliche Barriere sozusagen", sagt Hering-Hagenbeck.

Im Gegensatz zu den anderen Gehegen wirkt das der Nashörner - ohne Gitter oder Scheiben - sehr offen. Auch den Vietnam-Sikahirschen, den Nilgauantilopen und den Hirschziegenantilopen, die sich das Gehege mit den zwei Nashörnern teilen, ist es trotz ihrer unterschiedlichen Sprungweiten nicht möglich, das Gehege zu verlassen. Auch für sie wirkt das Wasser wie eine Barriere, sagt Hering-Hagenbeck.

Einzelgänger

Als Staatsgeschenk des ehemaligen Königreichs Nepal kamen die beiden Nashörner - ein Männchen und ein Weibchen - bereits 2006 nach Schönbrunn. Wie in freier Wildbahn leben die beiden Panzernashörner auch in Schönbrunn voneinander getrennt. Als Einzelgänger treffen sie nur bei der Paarung aufeinander.

Das männliche und das weibliche Panzernashorn wechseln in unregelmäßigen Zeitabständen die Plätze in der Anlage. Beim Begutachten des neuen Teichs hatte das Weibchen den Vortritt.

300.000 Euro hat der Tiergarten in die neue Anlage investiert.

Vom Neptunbrunnen aus sichtbar

Von nun an sind die Panzernashörner schon vom Neptunbrunnen aus zu sehen. "Der klassische Schönbrunn-Besucher geht bis zum Neptunbrunnen", sagt Hering-Hagenbeck. Das neue offene Teich-Areal soll also Besucher des Schlossparks auf den Tiergarten aufmerksam machen. Die Besucherzahlen des Tiergartens seien mittlerweile zwar wieder gut, auf dem Stand vom Rekordjahr 2019 aber noch nicht wieder angekommen. 

 

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