Weihe im Stephansdom: Fünf neue Priester für ein Halleluja
Diese Zeremonie gehört zu den besonderen Feierlichkeiten im Stephansdom: Die Priesterweihe.
Jene der Erzdiözese Wien findet immer gegen Ende Juni statt, heuer am kommenden Samstag, 20. Juni. Um 9.30 Uhr weiht Erzbischof Josef Grünwidl im Wiener Stephansdom fünf Diakone zu Priestern.
Die neuen Priester
Manuel Rennhofer, Cristian Xavier Gonzalez, Richard Andrae und Joachim Losehand sowie Giovanni Wu treten damit in einen Dienst ein, der in der katholischen Kirche weit mehr sei als ein Beruf, wie die Erzdiözese betbetont: „Priestersein bedeutet Sendung – zu Gott und zu den Menschen.“
Vier Männer auf wem Weg zum Pristertum
Der jüngste ist Manuel Rennhofer, geboren 2000 in Neunkirchen. Seine Heimatpfarre ist Lichtenegg in der Buckligen Welt.
Er war als Religionslehrer tätig und verbrachte sein Diakonatsjahr im Pfarrverband am Jakobsweg im Weinviertel mit den Pfarren Hausleiten, Stockerau, Leitzersdorf, Haselbach und Niederhollabrunn.
Diakone aus der ganzen Welt
Etwas weiter her ist Cristian Xavier Gonzalez. Er wurde 1992 in Arizona in den USA geboren. Er studierte Philosophie und Theologie in Heiligenkreuz (Bezirk Baden) und war im Diakonatsjahr in der Pfarre Sankt Benedikt am Leberberg in Wien Simmering eingesetzt.
Richard Andrae, geboren 1989 in Wien, kam nach einigen Jahren Jusstudium zur Theologie. Er studierte in Heiligenkreuz und Wien und absolvierte sein Diakonatsjahr in der Pfarre Sankt Christoph am Rennbahnweg in der Donaustadt.
Vielfältige Bildungswege
Joachim Losehand, geboren 1969 in München, ist der älteste der vier Kandidaten, heißt es in einer Information der Erzdiözese: Sein Weg habe ihn über klassische Archäologie, Alte Geschichte, Philosophie, kanonisches Recht und katholische Fachtheologie geführt. Sein Diakonatsjahr verbrachte er im Pflegeheim Floridsdorf und in der Pfarre Jedlesee.
Gottesmann aus China
Mit Giovanni Haibo Wu wird ein Kandidat aus China gemeinsam mit den vier anderen Anwärtern auf das Priesteramt geweiht. Er gehört dem Klerus einer anderen Diözese an, empfängt die Weihe aber dennoch vom Wiener Erzbischof Josef Grünwidl.
Giovanni ist derzeit als Diakon in der Dompfarre Wiener Neustadt tätig und stammt aus der chinesischen Partnerstadt von Wiener Neustadt, der Millionenmetropole Harbin.
Er wurde 2025 ins diözesane Missionskolleg „Redemptoris Mater“ nach Wien geschickt und studierte an der päpstlichen Hochschule Benedikt XVI. in Heiligenkreuz, seine Primiz findet am Sonntag in Wiener Neustadt statt.
Erzbischof Josef Grünwidl übernimmt die Weihe
Die Priesterweihe am Samstag ist übrigens nicht die erste des neuen Erzbischofs Josef Grünwidl. Anfang April hat er Kardinal Christoph Schönborn, der erkrankt war, bei der ersten Priesterweihe des Jahres in der Dominikanerkirche in Wien vertreten.
Dort wurde Dominikanerfrater Dominicus Maria Armbruster (28) zum Priester geweiht, der dafür aus Freiburg in die Kirche S. Maria Rotunda zurückgekehrt ist, in der er schon zum Diakon geweiht wurde.
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