© Daniel Zupanc

Chronik Wien
07/28/2020

Nasenbär-Zwillinge erweitern den Schönbrunner Baby-Zoo

Inzwischen vergeht kaum eine Woche ohne Tierbaby-News aus Schönbrunn: Die beiden Nasenbären Puppe und Fernando sind zum ersten Mal Eltern geworden.

Graubraunes Fell, weiße Augenringe und eine weiße Schnauze: So schauen die neuen Nasenbär-Babys im Zoo Schönnbrunn aus. Am 4. Juni brachte Mutter Puppe die beiden Jungtiere zur Welt.

Die beiden sehen aus wie erwachsene Weißrüssel-Nasenbären - nur eben in klein. Zur Geburt hingegen waren sie blind und taub und lediglich 10 Zentimeter groß.

Ihr langer Schwanz wird dabei nicht dazugerechnet. Denn der macht zusätzlich zwei Drittel der eigentlichen Körpergröße aus.

Zu Beginn ihres Lebens wärmt und beschützt die Mutter ihre Zwillinge. In dieser Zeit trinken sie auch sehr viel. Im Alter von vier Wochen beginnen die Tiere dann üblicherweise erste Schritte zu wagen.

Auf Erkundungstour

Inzwischen unternehmen die Zwillinge auch erste Ausflüge im Gehege. Aber noch unter strenger Beobachtung der Mutter. Nicht mehr als einen Meter dürfen sich dabei vom Nest entfernen.

Auch an kleinen Früchten wie Trauben oder Birnenschnitzen probieren sich die Kleinen bereits. Vorrangig sei aber noch immer die Milch der eigenen Mutter, sagt Tirepflegerin Michaela Hofmann.

Erst im April 2019 kam Nasenbär-Papa Fernando nach Schönbrunn. Und zwischen ihm und Puppe scheint es sofort gefunkt zu haben.

Die beiden Nasenbären sind zum ersten Mal Eltern geworden. Welches Geschlecht die beiden Jungtiere haben, ist noch nicht bekannt.

Eingeschränkte Züchtung

Der Weißrüssel-Nasenbär, der aus Südamerika stammt, ist zurzeit die einzige Nasenbär-Art, die in europäischen Zoos gezüchtet werden darf.

Der Grund ist, dass er nicht auf der EU-Liste der invasiven Arten zu finden ist. Wäre er dort angeführt, dürfte er nicht nach Europa gebracht bzw. in Europa weiter verbreitet werden.

Laut Schönbrunns Zoo-Direktor Stephan Hering-Hagenbeck seien invasive Arten ein großes Problem. Denn diese würden heimische Arten verdrängen. "Zoologische Gärten leisten hier wichtige Aufklärungsarbeit", sagt er. 

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