Naschmarkthalle: „Alles Wurscht“ übernimmt Burger-Stand
Der Burger-Imbiss „Brutal am Markt“ in der Naschmarkthalle hat komplett umgestellt, übernommen hat Sebastian Neuschler vom Wiener Würstelstand „Alles Wurscht“ am Börseplatz. Statt Smashed Burger gibt es ab sofort Käsekrainer, Bosna, Trüffel-Pommes, Beef Tatar oder Calamari Fritti - und das den ganzen Sommer über.
Die eigentlichen Standbetreiber Xaver Kislinger und Javier Mancilla haben sich Neuschlers Konzept bis Ende August ins Haus geholt. Nachdem schon ihr Döner-Konzept und später ihr „Burger Beisl“ extrem gut ankamen, erwägten sie für die Neueröffnung im „Marktraum“ ursprünglich selbst Würstel anzubieten.
Nun will man im Laufe des Sommer-Pop-ups vielleicht eine Wurst gemeinsam kreieren, zum Beispiel eine Miso-Käsekrainer. Mit den Austernpilz Fritti sind aus Produkten der ansässigen Standlern auch Neukreationen von Neuschlers Würstelstand-Menü in Planung.
Im Vergleich zu seinem acht Quadratmeter großen Würstelstand sind die Platzverhältnisse am Naschmarkt für Neuschler ein wahrer Luxus: „Hier können wir mehr machen. Es sollen aber keine zu verkopften Specials sein, sondern produktbezogen und regional.“ Übrigens: Trotz wenig Raum gingen bei Neuschlers Würstelstand laut eigenen Angaben im vergangenen Jahr fünf Tonnen Pommes, über vier Tonnen Käsekrainer und 2.800 Kilo Calamari Fritti über die Budel.
Erste Sommersaison ruhiger als gedacht
Wiener Würstelstände stehen auch bei Touristen hoch im Kurs bzw. in ihren Reiseführern. Ein Touristenmagnet zu sein warf man auch der lange umkämpften und kritisierten Naschmarkthalle schon vor ihrer Eröffnung im November 2025 vor. 2026 ist für die „Marktraum“-Standler die erste Sommersaison. Die sei mit Ausnahme der sehr gut laufenden Wochenenden noch etwas ruhiger als erwartet.
Angelaufen ist der Würstelstand-Betrieb nun seit einer Woche und wird laut Mancilla gut angenommen. Prinzipiell kämen viele Touristen, aber auch aus den umliegenden Büros zieht es viele zum Mittagessen in die Markthalle. Nur eingeschränkt möglich ist der Schanigarten-Betrieb aufgrund der Baustelle der Wiener Linien entlang der Rechten Wienzeile sowie der Umgestaltung der Bauernmarktfläche.
Eigentlich wären 80 Schanigartenplätze genehmigt, während der Bauarbeiten ist ein Teil des Platzes am Samstag jedoch Ausweichfläche für den Bauernmarkt. Und unter der Woche macht der Baustellenlärm eher wenig Lust auf Sitzen im Freien. Dauern sollen die Bauarbeiten laut Wiener Linien noch bis Ende August. Direkt im Anschluss wird die Stadt die Oberfläche umgestalten.
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