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Chronik Wien
09/11/2019

Nächste Razzia in China-Küche: Diesmal Nudeln und frittiertes Huhn

Der starke Geruch aus einer Wohnung machte die Nachbarn misstrauisch. Die Ermittler fanden äußerst unhygienische Bedingungen vor.

Eine Anzeige aufmerksamer Nachbarn, denen in den vergangenen Monaten intensiver Gestank aufgefallen war, brachte die Polizei und die Finanzpolizei am Mittwoch, den 11. September, an einen nicht alltäglichen Einsatzort. Im Kellergewölbe eines Wohngebäudes in Wien-Penzing fanden die Polizisten und Finanzbediensteten eine illegale Garküche vor.

 

In dieser herrschten extrem unhygienische Bedingungen, so stapelte sich beispielsweise direkt neben der Kochstelle der Müll auf dem Boden. Bei der genauen Untersuchung der Kochstätte machten die Beamten eine überraschende Entdeckung. Unter einem der riesigen Müllberge versteckte sich ein 57-jähriger chinesischer Staatsbürger, der sich illegal in Österreich aufhält. Dieser war mit der Herstellung chinesischer Gerichte, wie beispielsweise frittiertem Hühnerfleisch und gekochten Nudeln, beschäftigt. Er wurde von der Polizei festgenommen.

Imbissstand-Betreiber

Kurze Zeit später tauchten zwei weitere Personen bei der illegalen Produktionsstätte auf. Dabei handelte es sich um eine 57-jährige Österreicherin chinesischer Herkunft sowie ihren 30-jährigen Sohn, die vermutliche die illegale Küche betrieben. Die Befragung der beiden ergab, dass die Gerichte wahrscheinlich für einen chinesischen Imbissstand hergestellt wurden, der sich im Familienbesitz befindet.

Das vollkommen verschmutzte, etwa 50 m² große Kellergewölbe wurde auch als Lagerstätte für Getränke, Öl und tiefgefrorene Waren genutzt. Die Lebensmittel wurden vom Marktamt beschlagnahmt und die illegale Garküche geschlossen. Es wird weiter ermittelt.