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Chronik Wien
10/09/2020

Mordverdächtiger lebte vermutlich tagelang neben Leiche

Langsam kommen immer mehr Details der Tat im Gemeindebau in Wien-Favoriten ans Licht.

von Birgit Seiser

Am Montagabend entdeckte die Polizei, wie berichtet, zwei Leichen in einer Wohnung in der Per-Albin-Hansson-Siedlung in Favoriten. Eine 30-Jährige dürfte von dem 33 Jahre alten Mieter der Wohnung mit einem Hammer erschlagen worden sein. Zunächst war unklar, ob nicht doch vielleicht ein bisher unbekannter Dritter an der Tat beteiligt ist.

Erste Ergebnisse

Nun konnte aber zweifelsfrei festgestellt werden, dass der Profi-Pokerspieler Suizid begangen hat. Die Polizei erklärte, dass sich die Taten zwischen dem 2. und dem 5. Oktober zugetragen haben. Laut KURIER-Informationen dürfte Mario Z. sogar mehrere Tage neben der Leiche der Frau gelebt haben, das legt zumindest die Auffindingssituation nahe. Offenbar deckte er die Frau mit einer Plastikfolie zu.

Dass die Tode zu unterschiedlichen Zeiten eingetreten sind, ermittelte die Polizei anhand der typischen Leichenflecken.

Zwar ist laut Polizei die Identität des Opfers bereits geklärt, um ganz sicher zu sein, wird aber noch ein DNA- Abgleich der Fingerabdrücke vorgenommen. Unklar ist weiterhin, in welcher Beziehung Täter und Opfer genau zueinander gestanden haben. Die Rede ist aber von einem Naheverhältnis.
 

Wer Suizid-Gedanken hat, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft bereits das Sprechen über die Gedanken dabei, sie zumindest vorübergehend auszuräumen. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist, kann sich an die Telefonseelsorge wenden: Sie bietet schnelle erste Hilfe an und vermittelt Ärzte, Beratungsstellen oder Kliniken. Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person von Depressionen betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefon-Seelsorge in Österreich kostenlos unter der Rufnummer 142.

Das österreichische Suizidpräventionsportal 
www.suizid-praevention.gv.at bietet Informationen zu Hilfsangeboten für drei Zielgruppen: Personen mit Suizidgedanken, Personen, die sich diesbezüglich Sorgen um andere machen, und Personen, die nahestehende Menschen durch Suizid verloren haben. Das Portal ist Teil des österreichischen Suizidpräventionsprogramms SUPRA des Gesundheitsministeriums.

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