© Kurier/Juerg Christandl

Chronik Wien
11/11/2019

"MCM" statt Billa im ehemaligen Café Griensteidl

Handtaschen statt Handsemmerl: Die erste Wien-Filiale des Markenunternehmens soll noch vor Weihnachten am Michaelerplatz eröffnen.

von Julia Schrenk, Anna-Maria Bauer

Jetzt ist es raus.

Übersehen konnte man es ohnehin nicht mehr.

Denn das ehemalige Café Griensteidl am Michaelerplatz war Montagvormittag in zuckerlrosa gehüllt. Allerdings verlegt nicht die Zuckerlwerkstatt aus der Herrengasse ihre Filiale auf den Michaelerplatz.

In das Ecklokal zieht die Luxus-Marke „MCM“ (man kennt sie unter Umständen von ockerbraunen Rucksäcken mit MCM-Marken-Emblem, Schals und Taschen, Anm.).

Der erste „MCM“-Store Wiens soll –  wenn alles nach Plan läuft – noch vor Weihnachten geöffnet werden.

Das ursprünglich Münchner Unternehmen wurde 2005 von einer Koreanerin übernommen. „MCM“ wird genau dort einziehen, wo das Kaffeehaus bis 2017 beherbergt war. Also auf insgesamt 2.000 Quadratmetern im Erdgeschoß und im ersten Stock.

Der Billa Corso – die Luxus-Variante des Supermarkts –, den man ursprünglich in den ehemaligen Kaffeehaus-Räumlichkeiten verortet hatte, wird nach hinten Richtung Schauflergasse ziehen.

Das heißt, die Billa-Filiale wird dort beginnen, wo im Griensteidl einst der Eingang zum Karl-Kraus-Saal lag.

Damit ist nun fix, wie es mit einer der wohl spannendsten leer stehenden Innenstadt-Flächen weitergeht.

Nachdem das Griensteidl 2017 geschlossen wurde, zog bis Februar 2018 das Kunst-Café „Rien“ in das Lokal. Danach betrieb Busunternehmer Blaguss dort das extrem touristisch ausgelegte Café Klimt.

Auf wie viele Jahre der Mietvertrag nun mit „MCM“ abgeschlossen wurde, wollte Frank Aigner, Geschäftsführer der SPB Beteiligungsverwaltung GmbH  (sie gehört zur Schweighofer Gruppe, in deren Besitz das Haus steht, Anm.) nicht sagen. Nur so viel: „Man legt sich auf einige Jahre fest“.

Schweighofer habe „zahlreiche Souvenirläden und die üblichen Junk-Food-Anbieter“ als Mieter abgelehnt. „Wir wollten dort nicht mehr des gleichen Langweiligen haben“, sagt Aigner.

Gastro-Konezpt von "Do&Co"

Wie der KURIER erfuhr, soll in der insgesamt 650 Quadratmeter großen Billa-Corso-Filiale auch ein 200 Quadratmeter großes Gastro-Konzept von Do&Co umgesetzt werden – und zwar mit „schickem Schanigarten“.

Auf Nachfrage will sich Billa dazu vorerst nicht äußern. Die Eröffnung der Filiale ist jedenfalls für „Mitte nächsten Jahres“ geplant. 

Grundsätzlich soll mit dem Konzept des Billa Corso dort „auf die Zielgruppe vor Ort“ eingegangen werden, sagt Billa-Sprecher Paul Pöttschacher. Das Sortiment werde daher an dem Standort „speziell auf den Tourismus und die zahlreichen nahe gelegenen Bürogebäude abgestimmt“.

Im Angebot seien Convenience-Produkte, Speisen zum Mitnehmen und Getränke.

Die Mieter für die freien Lokale ab dem Griensteidl in der Herrengasse sollen in den kommenden Monaten feststehen.

Erster Mono-Brand-Store von St. Charles

Übrigens: Auch in der Herrengasse hat sich etwas getan. Nachdem sich dort in den vergagenen Jahren Wiener Unternehmen wie die Zuckerlwerkstatt und die Wiener Seife mit Filialen angesiedelt haben, ist nun die St. Charles Apotheke nachgezogen.

Allerdings nicht mit einer klassischen Apotheke, sondern mit einem 32 Quadratmeter großen Kosmetik-Store. Angeboten werden die bekannten Naturkosmetik-Produkte, Tees, Öle - teilweise auch zum Selbstzusammenstellen.

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