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Chronik Wien
08/20/2019

Leiche in Kaiserebersdorf: Legendärer Austria-Fan wurde ermordet

17-Jähriger meldete die Leiche. Laut Polizei hat er nun die Tat gestanden; neue Entwicklung bei Mordfall in NÖ

von Konstantin Auer, Patrick Wammerl

Ein Einfamilienhaus mit kleinem Garten mitten in Kaiserebersdorf in Wien-Simmering, umgeben von Häusern, die von Familienmitgliedern bewohnt werden. Doch die Idylle trügt: Ein 17-Jähriger gab Dienstagfrüh gegenüber der Polizei an, dass es in den Abendstunden am Montag in dem Haus zu einem Mord gekommen sei.

Die Polizei schickte eine Streife zum angeblichen Tatort, wo die Beamten tatsächlich die Leiche eines Mannes fanden. Bei dem Opfer handelt es sich um den 58-jährigen Fritz Duras, Gründer des Fanklubs Austria 80 und Sportfotograf. Vom Fußballklub hieß es am Dienstag: „Als langjährige Weggefährten macht uns dieser Verlust zutiefst betroffen.“

Duras dürfte laut ersten Ermittlungen durch Gewalteinwirkung auf den Kopf zu Tode gekommen sein.

Dienstagnachmittag gab der 17-jährige Österreicher, der die Leiche gemeldet hatte, vor der Polizei zu, die Tat begangen zu haben. Sein Motiv ist bisher unbekannt. Er befindet sich in Haft. Die Beziehung des mutmaßlichen Täters zu Duras ist noch nicht geklärt. Nachbarn mutmaßten ursprünglich, dass es sich beim Opfer um den Vater handeln könnte. Am Abend wertete die Spurensicherung im Haus noch Beweise aus.

Polizist in Waidmannsfeld überrollt

Neuigkeiten gibt es im Fall jenes 54-jährigen Polizisten, der in der Vorwoche auf einem Campingplatz in Waidmannsfeld bei Wiener Neustadt (NÖ) von einem Auto überrollt und dabei getötet worden war. Seine Ehefrau, Marion L., hat laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft Wr. Neustadt, Erich Habitzl, zugegeben, dass sie den Pkw gelenkt hat.

„Sie hat eingeräumt, dass sie das Überrollen eines Gegenstandes gespürt hat“, sagt Habitzl. Laut Obduktionsgutachten starb der Polizist an einer Lungenquetschung.

Nach wie vor steht nicht fest, ob die 56-Jährige ihren Mann vorsätzlich oder aus Fahrlässigkeit überrollt hat. Die Tatortarbeit und Untersuchungen des Fahrzeuges sollen Aufschlüsse bringen. Fest steht, dass sich die Frau nach einem Streit mit ihrem Mann alkoholisiert ans Steuer gesetzt hatte. Sie hatte bei dem Unfall knapp unter 1 Promille.

Am Dienstag ist es in Krems zur nächsten familieninternen Bluttat gekommen. Eine Frau soll ihren Mann mit mehreren Messerstichen in die Brust verletzt haben.