Greta Thunberg und Arnold Schwarzenegger in Wien.

© APA/MONIKA LANGTHALER

Chronik Wien
05/27/2019

Klimakonferenz: Thunberg und der Terminator

Am Dienstag findet das "R20 Austrian World Summit" mit gleich zwei Veranstaltungen statt. Kurz und Köstinger werden fernbleiben.

von Johannes Arends

Alexander Van der Bellen hat derzeit alle Hände voll zu tun. Während der Bundesregierung am Montag im Nationalrat mit Stimmen von SPÖ und FPÖ das Misstrauen ausgesprochen wurde, muss der Bundespräsident am Dienstag eine internationale Delegation begrüßen.

Zum dritten Mal findet die von Arnold Schwarzenegger organisierte Klima-Konferenz R20 Austrian World Summit heute in der Wiener Hofburg statt. Beim Gipfel geht es vor allem um die Frage nach der Finanzierung klimafreundlicher Politik. Die Veranstalter rechnen mit etwa 1.200 Besuchern aus dreißig Nationen.

Weil die Nachfrage nach Tickets für den Hofburg-Gipfel deutlich größer war als das Kontingent, findet am Nachmittag am Heldenplatz der sogenannte Climate-Kirtag statt. Bei freiem Eintritt erwartet die Besucher hier ab 15.00 Uhr Verpflegung und Musik – so sind etwa Conchita Wurst, Hubert von Goisern oder Pizzeria & Jaus angesagt. Der beim Climate-Kirtag generierte Erlös kommt unterschiedlichen Klima-Projekten zugute.

Hoher Besuch in Wien Beim Hofburg-Gipfel setzt gebürtige Steirer Schwarzenegger auf große Namen: Neben der erst 16-jährigen Klima-Aktivistin Greta Thunberg und UNO-Generalsekretär Antonio Guterres werden auch Staatsoberhäupter und Minister aus Deutschland, Ungarn, Lettland, Ghana, Nepal, Kenia und Mosambik erwartet. Thunberg hatte das schon im Herbst 2018 angekündigt:

Österreich wird durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen vertreten sein, er war eng in die Organisation eingebunden und wird auch bei der Eröffnungszeremonie sprechen. Selbiges war für Sebastian Kurz und Elisabeth Köstinger vorgesehen, aufgrund der turbulenten innenpolitischen Vorgänge rund um den Misstrauensantrag im Parlament werden aber wohl beide fernbleiben.

Klimaschutz ist "in"

Das stark gesteigerte Interesse am R20 erklären sich die Veranstalter durch das gesteigerte Interesse am Klimaschutz in der Bevölkerung. Vor allem die Fridays-for-Future-Bewegung von Greta Thunberg habe viel dazu beigetragen, junge Menschen für das Thema zu sensibilisieren. „Die jungen Leute sind ein wahrer Glücksfall für uns“, sagt Organisatorin Monika Langthaler.

Viele junge Menschen erhofft man sich auch am Kirtag, wo Schwarzenegger und Thunberg am Nachmittag von der Bühne sprechen werden. Die Schwedin bleibt anschließend in Wien, sie wird am kommenden Freitag gemeinsam mit österreichischen Schülern am Klimastreik der von ihr begründeten "Fridays for Future"-Bewegung teilnehmen.

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