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Chronik Wien
11/06/2019

Kitsch, Kekse, Kunsthandwerk: Wien startet in Adventsaison

Noch sieben Wochen bis Weihnachten. Der Christbaum wurde geliefert, am Donnerstag eröffnet der erste Christkindlmarkt.

von Bernhard Ichner, Julia Schrenk

Das Wetter hätte weihnachtlicher sein können. So wurde der aus Salzburg stammende Christbaum am Dienstag halt bei strömendem Regen auf dem Rathausplatz aufgestellt.

Ausgewählt wurde heuer eine 130 Jahre alte Fichte aus Embach, einem Ortsteil der Pinzgauer Gemeinde Lend.

Die Ankunft auf dem Platz vor dem Rathaus erfolgte mit Polizeieskorte. Der heftige Niederschlag stellte für das Aufstellen kein Hindernis dar, wie Wiens Forstdirektor Andreas Januskovecz versichert. Der Baum sei eine derartige Witterung gewohnt: „In Salzburg regnet es öfter.“

Ausgewählt wurde die Fichte von Mitarbeitern des Wiener Forstamts und deren Kollegen aus Salzburg. In der Vorauswahl waren mehrere Bäume: „Denn es kann ja beim Umschneiden etwas passieren.“ Januskovecz zeigte sich zufrieden über das Gewächs: „Er ist wunderschön.“ Voriges Jahr gingen die Meinungen darüber ja auseinander.

Sogar mit dem als hässlich klassifizierten Christbaum in Rom wurde der Wiener Baum verglichen. Und wie jedes Jahr, wenn der Christbaum auf dem Rathausplatz einzogen ist, ist auch der Christkindlmarkt nicht mehr weit.

Christkindlmarkt auf dem Rathausplatz

Wiens bekanntester Weihnachtsmarkt startet heuer am 15. November. 152 Stände mit Punsch, Glühwein, Holzspielzeug und Christbaumschmuck werden heuer aufgestellt. Auch der „Kleine Eistraum“, eine abgespeckte Version des Eislauf-Klassikers, startet an diesem Tag.

Info: 1., Rathausplatz. Täglich geöffnet bis 26. Dezember. So-Do von 10-21.30 Uhr, Fr-Sa 10-22 Uhr; 24. Dezember. 24. Dezember 10-19 Uhr, 25. und 26. Dezember 11-21.30 Uhr.

Alm Advent

Erstmals gibt es in Wien heuer den Alm Advent auf dem Messeplatz. Damit hat die Oktoberfestifizierung der Stadt auch die Weihnachtszeit erreicht. Der Alm Advent will ein „Dorf mitten in der Stadt“ sein. Die Stände heißen dort nicht „Hütten“ sondern „Stuben“, es geht um „heimeliges“ Zusammensein. Deswegen gibt es eine Bastel-Stube, wo man „z’sam basteln und backen“ wird; eine „Feinspitzstuben, in der man „z’sam gustieren“ kann oder eine Aroma-Stuben, in der man „z’sam Tee trinken“ soll.

Info: 2., Messeplatz 1. 15. November 2019 bis 1. Jänner 2020. Jede Stube hat eigene Öffnungszeiten. Alle Infos: www.almadvent at.

Winter im MQ

Wer nicht mehr warten will: Morgen, Donnerstag, startet das Museumsquartier schon in seine Wintersaison (mit Live-Musik ab 17 Uhr). Von Kitsch ist dort keine Spur. Statt Hütten gibt es dort Kuben, in denen Punsch getrunken wird. DJs legen auf, es gibt Lichtinstallationen und Konzerte. Auch die Eisstockbahn ist wieder in Betrieb.

Info: 7. November bis 23. Dezember. Mo-Fr 16-23 Uhr, Sa, So & Feiertag 13-23 Uhr.

Weihnachtsdörfer

Ebenfalls zu Leopoldi starten die Weihnachtsdörfer am Campus des Alten AKH, zwischen Kunst- und Naturhistorischem Museum auf dem Maria-Theresien-Platz und vor dem Schloss Belvedere. Der Weihnachtsmarkt beim Alten AKH versteht sich als Präsentator der „österreichischen Genussregion“. Soll heißen: Es gibt Schmankerln aus den Bundesländern. Zwischen den Museen setzt man auf handgefertigten Weihnachtsschmuck (auch Chöre werden dort auftreten) und beim Schloss Belvedere ist allerhand Kunsthandwerk zu erstehen.

Info: www.weihnachtsdorf.at

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