© Adrian Zerlauth

Chronik Wien
07/21/2020

Kein Tippfehler: Erstes Bayrish Pub in Wien eröffnet

Bayrish statt Irish: Bernhard Prockl bringt nicht nur Weißbier und Weißwurst nach Wien, sondern auch authentische Beisl-Kultur aus Bayern.

von Adrian Zerlauth

"I brauch was wo i mi riach", meint Bernhard Prockl während er goldenes Weißbier langsam in das geschwungene Bierglas fließen lässt. Der gebürtige Erdinger hat in Wien eine Marktlücke entdeckt - und die füllt er seit Mai: mit einem ausschließlich bayrischen Lokal.

In ganz Wien gibt es keinen Ort, der die bayrische Gastro-Kultur so stark ins Zentrum rückt. "Polt: Bayrish Pub" heißt das sympathische Beisl auf der Schönbrunner Straße in Margareten. Der Name ist eine Anlehnung an den Münchner Kabarettisten und Schauspieler Gerhard Polt.

Bayrish Pub - der Name ist Programm: In Prockls Lokal findet man alles, was das blau-weiße Herz begehrt. Das ausgewählte Bier-Sortiment erstreckt sich von Klassikern wie Paulaner oder Augustiner bis zu bayrischen Geheimtipps wie Chiemseer Helles.

Brotzeit und Goaßmaß

Nicht nur Flüssiges gibt's im Polt, sondern auch etwas für den Magen, nämlich Weißwürste von Uli Hoeneß höchstpersönlich (er besitzt eine Wurstfabrik in Nürnberg), bayrische Brezn und selbstgemachten Obazden.

Den klassischen Leberkäse lässt Bernhard Prockl bei der Fleischerei Fischer in der Kettenbrückengasse machen. Zum Leberkäse gibts natürlich bayrischer Senf.

Mit großem Hunger kommt großer Durst. Dafür gibts das klassisch bayrische "Goaßmaß" - ein Mischgetränk, das meistens mit Weißbier und Cola zubereitet wird. Wie der Name schon sagt, wird die Goaßmaß nur im Maßkrug ausgeschenkt.

Kein Oktoberfest

"Ankommen tu ich da, wo die Leit zu mir kommen", sagt Bernhard Prockl. Nach jahrelanger Arbeit in der Automobilbranche und intensiver Gastronomie-Erfahrung in München und Ungarn möchte sich der Erdinger nun diesem Herzensprojekt widmen.

Sein Prinzip: Ein gutes Produkt (Lokal) und jemand, der es gut verkaufen kann (Wirt). In sein Pub sind viele persönliche Aspekte eingeflossen: sei es Einrichtung, ausgewähltes Bier oder der Anspruch an Qualität.

Prockl möchte bayrische Kultur in Wien erlebbar machen. Dabei verzichtet er auf Klischees und steht nicht in Lederhosen hinter der Theke. Ein klassisches Oktoberfest wird es auch nicht geben, dafür vielleicht eine Starkbier-Woche, sagt er.

Mit einem Auge schielt er jedoch auch schon in die Zukunft, denn mit der Pacht der Lokalität kam auch ein kleiner Keller. Diesen möchte er in einiger Zeit in eine Kleinkunstbühne umwandeln, um jungen Kabarettisten oder Musikern eine Plattform zu bieten.

Eines merkt man im Gespräch mit Bernhard Prockl: Er "riacht" sich sehr gut im Polt.

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