© Cafe Mozart

Chronik Wien
07/22/2022

Hitzefrei für Kellner: Café Mozart schließt Gastgarten ab 32 Grad

Der Albertinaplatz in der Innenstadt ist ein besonderer Hitze-Hotspot. Ein Cafe der Familie Querfeld schließt aus diesem Grund den Gastgarten.

Was sich vielleicht so manche Fiaker-Pferde in der Stadt wünschen, ist nun den Service-Mitarbeitern am Albertinaplatz möglich. Sie müssen bei Hitze nicht mehr draußen arbeiten. Wie die Tageszeitung Heute berichtet, schließt das Café Mozart bei Temperaturen über 32 Grad den Gastgarten.

"Das ist eine Initiative der Eigentümer gewesen, denn es ist den Mitarbeitern nicht möglich, bei dieser Hitze zu arbeiten", sagt der Betriebsleiter der Kaffeehauses, Andreas Artner. Die rund 67 Mitarbeiter danken es der Eigentümerfamilie Querfeld. "Wir hatten das nicht gefordert, aber wir sind natürlich dankbar", sagt eine Service-Mitarbeiterin. "Auch heute schließen wir wieder ab 12 Uhr den Gastgarten", sagt sie am Freitag im Gepräch mit dem KURIER.

Die Gäste werden dann in das klimatisierte Kaffeehaus hinein gebeten. Drinnen gibt es 95 Sitzplätze, draußen 120 Sitzplätze. "Natürlich machen wir dadurch auch Verluste, aber die Hitze ist  für die Mitarbeiter vor allem in voller Montur unerträglich", erklärt Artner weiter. Bis vorraussichtlich Dienstag werde man den Gastgarten ab 12 Uhr schließen.

Dass der Albertinaplatz ein Hitzepol sei und auch aufgrund der dunklen Asphaltierung weiter einer bleiben werde, wurde bereits in vergangenen Monaten auf sozialen Medien thematisiert.

Einen akuten Anlassfall gab es aber für die Hitzefrei-Entscheidung nicht. Und auch in den anderen Betrieben der Familie Querfeld, etwa im Cafe Landtmann, gilt diese Regelung nicht. Dort sei es nicht so heiß, wie eben am Albertinaplatz, wo es keine Abkühlungsplätze gebe.

In den vergangenen Tagen wurde außerdem die Forderung wieder lauter, dass Fiaker bereits ab 30 Grad und nicht erst ab 35 Grad hitzefrei bekommen sollten. Außerdem hat die Stadt Wien weiterhin Rauchen, Grillen und Hantieren mit offenem Feuer im Wald oder in unmittelbarer Nähe verboten. Denn die Waldbrandgefahr bleibt wegen der anhaltenden Trockenheit in Wien weiterhin "extrem hoch": Der Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt hat am Donnerstag zur besonderen Vorsicht geraten. 

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