Dominic Heinzl will von Kollegin Golpashin
eine Entschuldigung. Doch die war verhindert

© gilbert novy

Prozess
10/15/2013

Heinzls Spuck-Affäre: „Bin doch kein Lama“

Doris Golpashin blieb der Verhandlung fern.

von Michaela Reibenwein

Dominic Heinzl ist kein Lama. Das betont er. Und deshalb spuckt er auch nicht, sagt er. Doch seine Moderatoren-Kollegin Doris Golpashin hatte genau das via Twitter verbreitet – und zwar im Rahmen der Watschen-Affäre mit dem Rapper Sido am 19. Oktober 2012 nach der ORF-Show „Die große Chance“. Sido versetzte Heinzl damals einen Faustschlag ins Gesicht. Heinzl ging zu Boden.

Über die Hintergründe wurde viel gemunkelt. Heinzl, so der Vorwurf, soll Sido im Vorfeld provoziert und ihn angespuckt haben. Das wollte sich der Moderator nicht gefallen lassen. Er klagte Golpashin auf Unterlassung und Widerruf. Dienstagfrüh saß er mit seinem Anwalt Michael Rami in der Causa im Gericht. Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein. Denn Urteil gab’s keines. Golpashin war aus „familiären Gründen unabkömmlich“. Und auch Zeuge Sido erschien nicht. Einzig eine Journalistin bestätigte: Heinzl hat nicht gespuckt.

„Durch diese Twitter-Meldung hab ich mir einen Shitstorm eingefangen“, sagt Heinzl. „Was?“, fragt die Richterin. „Das trau ich mich nicht übersetzen“, sagt Heinzl. Doch er sei bereit, die Sache zu vergessen. Voraussetzung: Golpashin entschuldigt sich schriftlich. „Dann erspart sie sich auch die teuren Widerrufe in den Zeitungen“, sagt Anwalt Rami. Doch Golpashin ist auch am Handy nicht erreichbar.

Detail: Während der Verhandlung will ein Gerichtsbote gleich die nächste Privatklage in der Sache an Golpashins Anwalt übergeben – der nimmt sie nicht entgegen.

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