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Dieses bekannte Wiener Ausflugslokal musste jetzt schließen

Besitzer einer beliebten Gaststätte hoch über Wien hat aufgehört. Die Nachfolger sind aber prominent.
Zweistöckiges Haus mit dunklem Dach, weißen Wänden und viel Grün davor, im Vordergrund ein Zaun.

Die Wiener Ausflugsgastronomie an den Stadträndern hat wahrlich schon bessere Zeiten erlebt: Der Einkehrgasthof Sophienalpe ist ebenso seit Jahren geschlossen wie die nicht minder bekannten gastronomischen Freizeitziele Doppler- und Rieglerhütte. 

In die prominent besetzte Liste der gewesenen Traditionsgaststätten reiht sich seit Kurzem ein neuer Name ein:  das kleine, feine „Häuserl am Himmel“ – unweit des Cobenzl gelegen – hat seit einigen Wochen zu. 

Fast 50 Jahre an der Schank

All jene, denen das Oktogon beim Lebensbaumkreis (an sonnigen Tagen) zu überlaufen  und  die neue Weitsicht Cobenzl zu schick war, waren in dem urig-rustikalen Wirtshaus in der obersten Etage der Döblinger Himmelstraße perfekt aufgehoben. Zur Hausspezialität der böhmischen Palatschinken gab es im Gastgarten nicht nur  den imposanten Blick auf die  Hausberge-Trias (Leopoldsberg, Kahlenberg, Latisberg) gratis dazu, sondern auch den Wiener Schmäh  von Wirt Wolfgang Wagner

Der langjährige Herr des „Häuserl am Himmel“ hat allerdings nun – nach fast einem halben Jahrhundert hinter der Schank – beschlossen, die Kochschürze an den Nagel zu hängen. Sehr zum Leidwesen seiner Kundschaft übrigens: „Ein solches Kleinod gibt es kein zweites Mal!“, beklagt diese.

Beim KURIER-Besuch ist vom einstigen regen Treiben  in der Lokalität nichts mehr zu sehen oder zu spüren: das markante grüne Portal mit der Aufschrift „Häuserl am Himmel“ ist bereits demontiert; im verwaisten Gastgarten stehen nur noch drei vergessene Holzsessel in einer Ecke; und von der vergilbten Speisekarte an der Hausmauer wird  nie wieder jemand etwas bestellen. 

Doch was passiert nun mit dieser Traumlage an einer der teuersten Pflaster Wiens? Das Objekt war „nur“ für einen niedrigen sechsstelligen Betrag zum Verkauf inseriert, da  es kein Eigen-, sondern Pachtgrund der Stadt ist.   

Erst vor Kurzem sei die Transaktion über die Bühne gegangen, nach „mühevollen Verhandlungen“ mit der Forstverwaltung MA 49, wie Katharina Wiser von der Immo-Company verrät. Wer jetzt fürchtet, ein protziger Wohnkobel – wie sie in Döblinger Hanglage reihenweise entstanden sind – würde  auch dort die Wienerwald-Idylle trüben, darf beruhigt werden. „Gekauft hat ein anderer Gastronom, der Anfang nächsten Jahres neu eröffnen möchte“, berichtet Wiser. Und zwar mit „bodenständiger, klassischer, österreichischer Küche“. 

„Steirerstöckl“ ante portas

Der Betreiber in spe möchte aber vorerst geheim bleiben, und mit dem „Häuserl“ im Frühjahr neu starten, so Wiser. Der KURIER konnte freilich in Erfahrung bringen, dass sich die „Steirerstöckl“-Chefs Eva-Maria und Peter Goach das Objekt gesichert haben. Man sei aber erst „in der Ausarbeitung des Konzepts “, bestätigen diese. 

Was die Lage und die Größe betrifft, wäre dies ein perfektes, zweites „Steirerstöckl“. Nachdem das Original am Rande des Pötzleinsdorfer Schlossparks von der Krise der Ausflugsgastronomie ja (noch) nichts mitbekommen hat.

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