Gerangel mit Freundin: Betretungsverbot gegen FPÖ-Nationalrat
FPÖ-Nationalrat Harald Thau, FPÖ-Stadtrat und Bezirksparteiobmann in Mödling
Er ist einer jener FPÖ-Abgeordneten, die die Regierung und speziell das Innenministerium derzeit mit parlamentarischen Anfragen fluten. FPÖ-Nationalrat Harald Thau, FPÖ-Stadtrat und Bezirksparteiobmann in Mödling, ist am Freitag in den frühen Morgenstunden wegen häuslicher Gewalt angezeigt worden.
Was war passiert? Bei einer Auseinandersetzung mit seiner Langzeit-Lebensgefährtin in Wien-Margareten sollen gegen 4 Uhr Früh vor der Wohnung des Paares die Fetzen geflogen sein.
Thau (40) war mit seiner Partnerin Donnerstagabend ausgegangen. Es wurde eine lange Nacht. Als das Paar in den frühen Morgenstunden mit dem Taxi auf dem Weg an die Wohnadresse im 5. Bezirk war, soll im Auto ein Streit eskaliert sein. Der Anzeige nach ging es darum, wer mit wem gerade am Handy chattete. Es bestand Misstrauen.
Beim Aussteigen aus dem Taxi kam es schließlich zu Handgreiflichkeiten im Streit um das Mobiltelefon. Der FPÖ-Abgeordnete soll mit seiner Freundin gerangelt haben. Das Telefon sei dabei gewaltsam entrissen worden. Es ging mehrmals hin und her.
Streifenwagen bog um die Ecke
Die Besatzung eines Streifenwagens der Wiener Polizei, der zufällig vorbeikam, wurde auf die Rangelei am Straßenrand aufmerksam. Die Funkstreife fuhr zu und schlichtete den Streit. Thaus Freundin soll im Zuge der Auseinandersetzung eine Verletzung an der Hand erlitten haben, Thau selbst soll am Ohr verletzt worden sein.
Gegen den Abgeordneten wurde ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen. Es geht um den Verdacht der gegenseitigen Körperverletzung, die Polizei ermittelt. Bei der FPÖ bestätigt man den Zwischenfall.
Harald Thau hatte Ende letzten Jahres das Amt des Bezirksparteiobmannes in Mödling von Volksanwalt Christoph Luisser, ehemaliger Landesrat in NÖ, übernommen.
Feuerlöscher-Gate
Der Abgeordnete hatte sich im Vorjahr viel Kritik und Ärger der ÖVP zugezogen. Grund war eine Flut an parlamentarischen Anfragen, die das Ressort massiv beschäftigt. Thau, in seinem ehemaligen Brotberuf Berufsoffizier bei einer Betriebsfeuerwehr in NÖ, wollte dabei wissen, ob es im Innenministerium und den nachgeordneten Dienststellen wie den über 1.100 Polizeiinspektionen Feuerlöscher mit einem bestimmten Inhaltsstoff - nämlich PFAS - gibt.
Eine derartige Überprüfung sprengt den Rahmen und "kann aufgrund des unverhältnismäßig hohen Verwaltungsaufwandes nicht durchgeführt werden", antwortete das Ministerium.
In den 1.155 Standorten des BMI stehen rund 11.000 Stück Feuerlöscher sowohl auf Dienststellen, aber auch in 7.262 mehrspurigen Dienstfahrzeugen und 45 Booten zur Verfügung, so die Antwort.
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