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Bis zu 4.000 Euro Strafe fürs Taubenfüttern in Floridsdorf

Vergangene Woche kamen Bezirksvorsteher und Magistratsabteilungen zu einem Ratten- und Taubengipfel zusammen. Welche Maßnahmen die Plage nun beseitigen sollen.
Tauben, Ratten, Floridsdorf, Lepoldauerplatz

Seit 20 Jahren füttert eine betagte Bewohnerin rund um den Karl-Seidl-Park in Floridsdorf Tauben. Genauso lange leiden die Anrainer bereits unter der damit verbundenen Plage.

Das Futter – Mais und Speck, das extra in Lkw angeliefert wird – lockt nämlich auch Ratten an. Manche Bewohner erzählen, dass die rund 80-Jährige mittlerweile nicht mehr selbst in der Lage ist, das Futter zu verteilen, dafür aber eigens Leute beschäftigt. Offiziell bestätigt wird das jedoch nicht.

Um dieses Problem nun in den Griff zu bekommen, fand am 8. Juni ein Ratten- und Taubengipfel statt. Bei der Bezirksvertretungssitzung am Mittwoch brachte Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) die Ergebnisse zur Sprache: „Um den Park wurde ein 1,20 Meter hoher Zaun errichtet, um den Zugang zu erschweren. Angeblich soll das Futter dort schubtruhenweise verteilt worden sein“, sagte Sascha Göbel, der Sprecher des Bezirksvorstehers.

Kontrollen verstärkt

Auch die Kontrollen durch die Waste Watcher sollen ausgeweitet werden, „um die handelnden Personen in flagranti zu erwischen“, betonte Göbel. Außerdem wurde am Gipfel vereinbart, von Organmandaten abzusehen und stattdessen sofort Anzeigen zu legen. Der Strafrahmen bewegt sich dabei zwischen 140 Euro bis maximal 4.000 – im Wiederholungsfall.

Bezirksvorstehung Floridsdorf, Tauben, Ratten, Papai

Seit 20 Jahren werden Tauben von einer betagten Frau in Floridsdorf exzessiv gefüttert. Nun wurde ein Zaun um den  Karl-Seidl-Park errichtet, um den Zugang für die Fütterung zu erschweren. 

 Die betagte Taubenfütterin musste laut KURIER-Informationen in der Vergangenheit selbst auch schon Strafe zahlen. In Wien gibt es kein absolutes Taubenfütterungsverbot, allerdings ist es laut Reinhaltegesetz untersagt, Tauben auf öffentlichen Flächen zu füttern.

Rattenköderboxen

Eine weitere Maßnahme, die man bereits in der Vergangenheit ergriffen hatte, waren Rattenköderboxen. Zunächst funktionierten diese nicht. Allerdings zeichnet sich in diesem Bereich eine Verbesserung ab: „Da die Bewohner selbst mithelfen, das verteilte Futter wieder wegzuräumen, werden die Köderboxen wieder besser angenommen“, betonte Göbel.

Am Freitag werden rund um den Leopoldauer Platz nun auch Hinweisschilder aufgestellt, die darauf aufmerksam machen sollen, dass die Tauben nicht gefüttert werden dürfen. Einen ersten Taferl-Versuch gab es bereits: Rund um den Platz wurden von der Stadt bereits Tafeln aufgestellt, diese erfüllten jedoch nicht alle Richtlinien, die Taferln im öffentlichen Raum erfüllen müssen – und wurden daraufhin wieder entfernt. Dieses Mal soll es aber klappen.

Die Tauben- und Rattenplage beschränkt sich nicht nur auf den Leopoldauer Platz, auch am Floridsdorfer Bahnhof tummeln sich die Tiere. Hier hofft man, dass sich das Problem durch den Umbau des Franz-Jonas-Platzes lösen wird. Man sei auch auf der Suche nach einem geeigneten Ort für einen Taubenschlag. „Aber es gibt dort kein Gebäude, das im Besitz der Stadt ist. Und privat will das niemand zur Verfügung stellen“, erklärte Göbel.

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