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Anwohner klagen seit Jahren über Taubenplage in Floridsdorf

Eine etwa 80-jährige Anwohnerin füttert exzessiv Vögel und Ratten. Dafür lässt sie Mais und Speck liefern.
Tauben, Ratten, Floridsdorf, Lepoldauerplatz

Die Dächer, Autos, Gehsteige und Gärten rund um den Leopoldauer Platz sind seit Jahren weiß. Schuld sind die Tauben, die überall ihren Kot hinterlassen. „Geht man zum Auto, ist die Windschutzscheibe vollgekotet. Den Griff der Autotüre kann man nicht angreifen, weil Taubenkot herunterrinnt“, schildert ein Nachbar.

Wie u. a. der KURIER berichtete, sorgt seit Jahren eine massive Taubenfütterung im angrenzenden Karl-Seidl-Park für wachsenden Unmut unter den Anrainern. 

Dafür verantwortlich sei eine „eine etwas zu tierfreundlich agierende Person“, wie es vonseiten der Bezirksvorstehung Floridsdorf heißt. Laut Anwohnern soll es sich dabei um eine etwa 80-jährige Frau handeln, die die Tauben zunächst auf ihrem eigenen Grundstück gefüttert hatte.

Mais und Speck geliefert

„Die Dame hat sich Lieferwagen mit Mais und Speck anliefern lassen. Jetzt verteilt sie das nicht mehr nur bei sich zuhause, sondern auch auf öffentlichen Plätzen“, kritisieren die Nachbarn. Es habe in der Vergangenheit bereits zig Versuche gegeben, dem Problem Herr zu werden. „Es gab damals sogar eine Vereinbarung mit der Veterinärmedizinischen Universität, wie man die Tauben wieder abfüttern kann. Leider wurde diese nicht befolgt und es kam zu keinem Ergebnis“, berichtet ein Anwohner.

Tauben, Ratten, Floridsdorf, Lepoldauerplatz

Seit Jahren verschmutzen Tauben Dächer der Häuser.

Tauben- und Rattengipfel

Bereits 2019 fand zu dieser Causa ein Treffen zwischen den Anrainern und Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) statt – gelöst wurde die Taubenplage dadurch aber auch nicht. Bereits gesetzte Maßnahmen wie Rattenboxen der Wiener Stadtgärten hätten bislang nicht den gewünschten Erfolg gebracht, heißt es. 

Papai fordert daher nun ein generelles Fütterungsverbot für Tauben und Ratten im Bereich des Ortskerns sowie verstärkte Kontrollen der WasteWatcher. Als nächsten Schritt sollen nun auf einem „Tauben- und Rattengipfel“ weitere Maßnahmen besprochen werden.

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