Das English Cinema Haydn auf der Mariahilferstraße

© Kurier/Gerhard Deutsch

Chronik Wien
11/12/2019

Falsches Kino-Gewinnspiel europaweit auf Facebook im Umlauf

Nutzer werden aufgefordert, Kreditkartendaten für vermeintlichen Gewinn anzugeben. Auch das English Cinema Haydn in Wien ist betroffen.

von Caroline Ferstl

"Congratulations! You have been chosen as one of among 10 in our competition for a cinema tour." "Gratulation! Sie sind einer von zehn Gewinnern einer Kino-Tour."

Um den vermeintlichen Gewinn zugeschickt zu bekommen, werden die Nutzer aufgefordert, ihre Kontodaten anzugeben, und eine Versandgebühr in der Höhe von zwei Euro zu überweisen - per Kreditkarte.

Seit vergangener Woche werden auf Facebook solche Nachrichten von falschen Kino-Accounts verschickt, die den Nutzer oder die Nutzerin über einen vermeintlichen Gewinn im Rahmen eines Gewinnspiels informieren. Die Nutzer werden in der Nachricht aufgefordert, ihre Kontodaten anzugeben, damit sie im Gegenzug für die Überweisung einen Kinogutschein erhalten.

Betroffen war unter anderem das English Cinema Haydn auf der Wiener Mariahilfer Straße. Auf Facebook warnt man, nicht auf den Betrug hineinzufallen, und die falsche Seite zu melden.

Facebook selbst erkennt falsche Betrügerseiten nicht, das heißt, die Nutzer müssen selbst aufmerksam sein und mögliche Fake-Accounts melden. Die falsche Seite des English Cinema Haydn wurde bereits offline genommen.

Trotzdem dürften einige auf den Trick hereingefallen sein und ihre Kontodaten angegeben haben. Betroffene berichten von Kontoabbuchungen aus dem Ausland, etwa vom britischen Streamingdienst AmazingBundle.

Auch Frankreich betroffen

Christian Dörfler, Betreiber des English Cinema Haydn, ist auch Präsident des österreichischen Kinoverbandes und sitzt im UNIC, dem internationalen Dachverband für Kinobetreiber. Gegenüber dem KURIER berichtet er, dass vergangenenes Wochenende auch zahlreiche Kinos in Frankreich und Deutschland von demselben Betrug betroffen waren. Eine Aussendung der French Cinema Federation (FNCF), die dem KURIER vorliegt, bestätigt das.

Die Landespolizeidirektion Wien wusste von dem Vorfall noch nichts und ruft geschädigte Nutzer und Kinobetreiber auf, Vorfälle wie diese zur Anzeige zu bringen. Generell  mahnt man zur Vorsicht im Ungang mit Kontodaten im Internet.

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