U-Bahn-Stars bekommen Song Contest-Bühne am Gürtel

An der U6 Station Burggasse/Stadthalle bekommen Wiens U-Bahn-Stars eine Pop-up-Bühne, um ESC-Fans musikalisch einzustimmen.
Urban Loritz Platz

Der Eurovision Song Contest (ESC) ist in ganz Wien sichtbar geworden. Omnipräsent ist das Großevent, je näher man der Stadthalle kommt. An der U6 Station Burggasse/Stadthalle werden Ankommende ab Montag, den 4. Mai, passenderweise auch von den U-Bahn-Stars der Wiener Linien empfangen.

Auf einer Pop-up-Bühne direkt am Urban-Loritz-Platz stimmen Musikerinnen und Musiker alle bis zum ESC-Finale am 16. Mai ein. Einer von den insgesamt 150 aktiven U-Bahn-Stars ist Ben Leeb, der schon seit 2021 als U-Bahn-Musiker auftritt. Im Repertoire hat er vor allem Rock, Bossa Nova und Eigenkompositionen.

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Musiker Ben Leeb und Sängerin Wemimo sind beide U-Bahn-Stars.

„Der Platz ist super, weil hier die diversesten Leute zusammenkommen. Es wäre cool, wenn es den Spot zukünftig immer gäbe“, sagt Leeb Auftreten will auch die Soulmusikerin Wemimo und „only good vibes“ verbreiten.

Setliste auf den ESC abgestimmt

Der Platz vor der U6-Station ist der bereits neunte und erste Freiluft-Standort der U-Bahn-Stars, wenn auch nur ein vorübergehender. Der Platz wird ab Mittag bespielt und für die erste Woche bereits ausgebucht. Viele der Musikschaffenenden werden ihre Setliste laut Wiener Linien für den ESC anpassen, das gilt auch für die anderen acht U-Bahn-Standorte. 

Da der Pop-up-Standort auf einem öffentlichen Platz stattfindet, wird von den Wiener Linien zur Sicherheit auch eine Aufsichtsperson eingesetzt. Bei den fixen U-Bahn-Star-Standorten macht das die Stationsaufsicht.

„Der Countdown für den Song Contest läuft, die Vorfreude steigt in unserer Stadt merkbar an. Ich freue mich sehr, dass wir auch das Stadthallenumfeld in ESC-Stimmung bringen. In nächster Nähe zu den ESC-Shows präsentieren sich unsere U-Bahn-Stars am Urban-Loritz-Platz auf einer exklusiven Bühne“, sagt Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ).

Wer ESC-konform anreisen möchte, kann das auf Wiener-Linien-Rädern in den ESC-Farben oder mit der Straßenbahnlinie 49. Die wird an den Finaltagen (12., 14. und 16. Mai) zwischen 12 und 22 Uhr zur Song-Contest-Bim und bringt Fahrgäste vom Volkstheater zum Urban-Loritz-Platz. Statt Fahrerdurchsagen schallen Partysongs aus den Lautsprechern.

Doch gar nicht so grantig

Dass Leeb so gerne als U-Bahn-Star auftritt, liegt laut dem Musiker vor allem an den Menschen, denen er begegnet. Eine besondere Freude machen ihm vor allem tanzende Kinder und grantig dreinschauende Damen: „Wenn ich eine Rocknummer spiele und eine ältere Dame böse schaut, glaube ich oft, sie beschwert sich gleich. Stattdessen bekomme ich auf einmal ein Trinkgeld. Man hat oft eine Vorstellung von etwas oder jemandem, und dann ist es ganz anders.“ 

Sein liebster U-Bahn-Spielort ist übrigens der Karlsplatz: „Um den reißen sich alle, weil viel los ist und die verschiedensten Leute dort sind.“ Der wird zum ESC ebenfalls zur offenen Bühne. Von 11. bis 16. Mai findet in einer Bim di  „Sound Lounge“ statt. Bei Jam-Sessions soll gemeinsam musiziert werden, bei Sing-Alongs wird die Bim zur Karaokebühne. 

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