© Kurier/Gilbert Novy

Chronik Wien
12/07/2020

Es wird scho glei aufg’sperrt: Was ab heute offen hat

Nach drei Wochen hartem Lockdown öffnen Geschäfte, Museen und Friseure. Ansturm wird befürchtet.

von Julia Schrenk, Anna-Maria Bauer

Wenn das Ramsch & Rosen heute, Montag, um 10 Uhr aufsperrt, dann ist das nicht nur die Rückkehr nach dem Lockdown. Sondern die nach einem Jahr Abstinenz.

Im Dezember 2019 haben die Chefs von Wiens skurrilstem Vintageladen beschlossen, das alte Ramsch zu schließen. Die Aufregung war groß, die Trauer auch. Und zwar so sehr, dass Christof Stein, Franz Dude und Astrid Petra Blecha tatsächlich beschlossen haben, ihren Laden wieder aufzusperren. Nur ein paar Häuser vom alten Standort entfernt.

Ab 10 Uhr wird geöffnet sein – und bis maximal 19 Uhr. Aber nicht nur Geschäfte dürfen ab heute, Montag, wieder öffnen.

 

150 Kisten an Klimbim haben Stein, Dude und Blecha am Sonntag eingeräumt. Christbaumkugeln, Werkzeug, Bilder und Rahmen, „ärgstes Bleikristall“, arge Feuerzeuge und viel Wolle (aus dem Vorgängergeschäft).

Die Schülerinnen und Schüler kehren in den Schulen zurück, Kirchen sind wieder zugänglich und auch der vielleicht schon wieder dringend notwendige Friseurbesuch ist erlaubt.

Was ab heute in welchem Bereich erlaubt ist – und worauf man trotzdem weiterhin achten sollte:

 

1. Geschäfte dürfen bis 19 Uhr aufsperren

Ab heute, Montag, darf der gesamte Handel wieder öffnen. Befürchtet wird ein Ansturm, vor allem wegen der Weihnachtseinkäufe – und zwar nicht erst ab morgen, dem 8. Dezember (siehe Zusatztext). Geschäfte dürfen maximal bis 19 Uhr geöffnet bleiben, es herrscht Maskenpflicht.

In den Kundenbereichen der Geschäfte darf sich maximal eine Person pro 10 Quadratmeter aufhalten. Das gilt auch für Einkaufszentren. Dort darf außerdem in den allgemeinen Bereichen nicht verweilt werden, die Konsumation von Speisen und Getränken ist untersagt.

Und: Einkaufszentren müssen zusätzlich ein Präventionskonzept (inklusive Maßnahmen zur Entzerrung der Besucherströme) umsetzen.

 

Unterschiedliche Vorgehensweise je nach Schultyp

2. Kindergarten und Pflichtschulen öffnen

Viele Kinder werden in der Früh wieder das Haus verlassen, denn Kindergärten und Pflichtschulen nehmen den Regelbetrieb auf. Eine wichtige Änderung gibt es aber: Wer 10 Jahre oder älter ist, muss künftig auch während des Unterrichts eine Maske tragen.

Die Oberstufe und die Universitäten bleiben weiterhin im Fernunterricht, einzig Schülerinnen und Schüler, die in diesem Schuljahr maturieren, haben Präsenzunterricht.

 

3. Man darf wieder zum Friseur gehen

Die wohl erleichternde Nachricht für all jene, deren Haarpracht nicht mehr sitzt: Die Friseure öffnen wieder. Und mit ihnen alle, die sogenannten „körpernahe Dienstleistungen“ (etwa Massagen) anbieten.

Der Tee oder Kaffee zum Haarschnitt darf aber nicht serviert werden. Das Verabreichen von Speisen oder Getränken ist bei körpernahen Dienstleistungen weiterhin verboten. (Die Gastronomie bleibt ja weiterhin geschlossen.) Und auch hier gilt: Pro 10 Quadratmeter darf nur ein Kunde ins Geschäft.

 

 

4. Der Besuch im Museum ist möglich

All jene, denen der Besuch von Kulturstätten schon abgegangen ist, dürfen sich freuen: Museen und Bibliotheken dürfen ab heute wieder öffnen. Gäste müssen durchgehend Mund-Nasen-Schutz tragen. Und – wie bei Friseuren und in den Geschäften – darf auch nur eine Person pro 10 Quadratmeter ins Museum.

Gleich heute öffnen in Wien etwa das Kunst- und das Naturhistorische Museum und die Albertina. Am 8. Oktober folgen dann das MAK, das Mumok und das Haus der Geschichte. Bibliotheken können wieder Besucher einlassen.

Auch die Ausstellungen in der Rathausbibliothek sind damit wieder zugänglich. Theater dürfen nicht öffnen.

 

5. Messen mit großer Besucherzahl erlaubt

Messen können ab sofort wieder in größerem Stil abgehalten werden: Die Maximalanzahl von zehn Personen, die im Vorhinein auch namentlich erfasst werden mussten, ist gefallen.

Damit kann Kardinal Christoph Schönborn am Maria-Empfängnis-Tag den traditionellen Festtagsgottesdienst im Wiener Stephansdom mit Kirchgängern abhalten. Alle Anwesenden müssen einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten sowie stets (in geschlossenen Räumen wie im Freien) eine Maske tragen.

Nur der Priester braucht dies nicht zu tun – außer während der Kommunion.

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