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Chronik Wien
08/20/2019

Die Wiener FPÖ in der Strache-Falle

Der Ex-FPÖ-Chef würde gerne bei der Wien Wahl 2020 antreten. Seine Parteikollegen sind dagegen. Aus gutem Grund.

von Josef Gebhard

Für den blauen Meister der sanften Töne waren es ungewohnt deutliche Worte: Ein Polit-Comeback von Heinz-Christian Strache ist für FPÖ-Parteichef Norbert Hofer nur dann möglich, wenn „alle rechtlichen Vorwürfe“ im Zusammenhang mit der Ibiza-Affäre ausgeräumt seien. „Alles andere ist nicht denkbar für mich“, stellte Hofer im ORF-Sommergespräch klar.

Eine Abfuhr für Strache, der zuletzt unüberhörbar laut über eine baldige Rückkehr an die Spitze der Wiener Landespartei nachgedacht hat. In Wien stehen schon 2020 Wahlen an, Strache würde nur allzu gern als Herausforderer von Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) in den Ring steigen.

Keine einfache Situation für die Wiener Funktionäre, die von Straches Plänen in ein tiefes Dilemma gestürzt werden: Wie weit darf die Loyalität zum einstigen politischen Übervater gehen, der die Partei in eine derart tiefe Krise manövriert hat?