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Chronik Wien
06/30/2012

Der Sommer ist nur in den Bädern richtig cool

Der Ferienauftakt könnte nicht besser sein. Bei rekordverdächtigen Temperaturen herrscht in den Bädern Hochbetrieb.

Noch viel heißer geht es nicht mehr. Just zum Ferienstart lähmt eine Hitzewelle Österreich. Bereits Samstagmittag wurden in Ostösterreich Temperaturen bis 35 Grad erreicht. Samstagnchmittag wackelte sogar der Allzeit-Juni-Rekord im Land von 37,2 Grad. Angesichts der Gluthitze gingen die Österreicher ins Bad oder stürmten die Seen. Abkühlung in jeder Form stand hoch im Kurs. Das gilt auch für Sonntag wo zur Hitze noch schwüles Wetter und Gewitter erwartet werden.

Bereits seit Freitag springen viele Wiener ins erfrischende Wasserbecken. Der KURIER sah ihnen dabei im Schönbrunner Bad zu. „Wir erwarten pro Tag weit mehr als 3000 Besucher und fahren mit voller Mannschaft", erzählt Josef Ebenbichler, der Geschäftsführer, während in beiden Schwimmbecken und auf den großzügigen Liegewiesen Hochbetrieb herrscht. „Ich finde das toll. Ich würde mir wünschen, dass das Wetter auch so bleibt", freuet sich Sebastian Pausz. Er hat seine Freundin Ruth vor genau einem Jahr in diesem Bad kennengelernt. „Wir lieben dieses Bad. Es ist sauber und gepflegt hier und nicht zu überlaufen."

Angebot

Das Bad im Schlossgarten Schönbrunn ist auch ein touristisches Ziel und daher sehr gut öffentlich zu erreichen. Für die Autofahrer stehen öffentliche Parkplätze zur Verfügung. Die Tageskarte kostet zehn Euro und ist somit etwas teuerer als in den meisten anderen Bädern. Dafür haben die Besucher neben den klassischen Becken für Schwimmer, Nicht-Schwimmer und Kinder, auch noch eine Sport-Schwimmbahn zur Auswahl. Zusätzlich stehen für den körperbewussten Besucher ein Fitness- und Wellness-Bereich sowie ein Beachvolleyball-Platz zur Verfügung. Die Schwimmbecken sind sauber, das Wasser fühlt sich angenehm und weich an.

 

Urlaubsfeeling

„In diesem Bad ist es, wie im Urlaub: mediterranes Flair, Sonne, Natur und Wasser. Und es ist sehr ruhig hier, keine Rutschen und Kinderspielplätze", freut sich Bernadette Reichl, die ihren Urlaubstag mit einer Freundin im Schönbrunner Bad verbringt. Auch der Flirtfaktor kommt nicht zu kurz. „Ein paar fesche Männer haben wir gesehen. Man kommt hier leicht ins Gespräch."Das kulinarische Angebot lässt keine Wünsche offen. Im Wellness-Restaurant im mediterranen Stil wird auf die leichte Küche, wie Salate und Suppen, und Snacks Wert gelegt. Aber auch Liebhaber von Pommes und Würstel gehen nicht leer aus. Ganz wichtig bei dieser Hitze ist das Getränkeangebot, das sehr umfangreich ist.

Meteorologen: Ungewöhnlich heißer Juni

Der Samstag fehlt noch in der Bilanz dieses zu Ende gehenden Monats. Aber schon jetzt ist klar: Der Juni 2012 war einer der heißesten überhaupt. „Betrachtet man die Tagesmitteltemperatur des Monats, liegt dieser Juni bisher auf Platz sechs seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor rund 250 Jahren", erklärt Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Der Juni 2012 könnte im Ranking noch nach oben klettern. Denn für gestern, Samstag, wurde ein Allzeit-Juni-Hitzerekord erwartet.

Den heißesten Juni gab es bisher im Jahr 2000. Am Samstag hat Neusiedl am See im Burgenland mit 37,4 Grad - vorläufig - den bisherigen Rekord gebrochen. Der bisherige Spitzenwert wurde am 22. Juni 2000 in Lutzmannsburg, Langenlebarn und Unterretzbach mit 37,2 Grad gemessen. Die absolut tiefste Temperatur des Monats abseits der Bergstationen lag übrigens bei 0 Grad. Sie wurde am 14. Juni in Obergurgl registriert.

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