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Chronik Wien
03/20/2021

Der Osterhase bringt wahrscheinlich eine neue Thaliastraße

Die Umgestaltung der Ottakringer Einkaufsmeile ist seit Langem beschlossene Sache. Der Entwurf ist jedoch überfällig.

von Andreas Puschautz

Dass die Thaliastraße – neben der Ottakringer Straße die zentrale West-Ost-Achse des Bezirks – in Zukunft anders aussehen soll, steht schon seit Längerem fest.

Selbst der grobe Zeitplan ist bekannt: Bis 2023 soll die Thaliastraße auf ihren gesamten drei Kilometern Länge umgestaltet sein. Der erste Abschnitt zwischen Gürtel und Feßtgasse/Panikengasse soll bereits in diesem Jahr in Angriff genommen werden.

Nur: Ein konkreter Zeitplan fehlt bislang genauso wie ein konkreter Entwurf. Ursprünglich war dieser für das Ende des Jahres 2020 angekündigt gewesen.

Jetzt soll es aber bald so weit sein. Sowohl in der Ottakringer Bezirksvorstehung als auch im Büro von Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) wurde dem KURIER am Freitag bestätigt, dass der finale Entwurf „aller Voraussicht nach“ noch vor Ostern, also in den nächsten zwei Wochen, präsentiert wird.

Details zur Umgestaltung wurden noch keine verraten, zumindest die Stoßrichtung ist aber bekannt.

Weniger Autos

Im vergangenen Jahr wurde von der Gebietsbetreuung ein umfangreicher Bürgerbeteiligungsprozess durchgeführt, der eindeutige Ergebnisse brachte: Mehr Platz für zu Fuß gehen und Rad fahren, weniger Autos, mehr Grün und generell mehr Aufenthaltsqualität, so lauteten die meistgenannten Wünsche der rund 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (der KURIER berichtete).

Auch der Wunsch nach einer - zumindest abschnittsweisen - Umwandlung der Straße in eine Begegnungs- oder Fußgängerzone wurde häufig geäußert.

Flaniermeile

Zwar ist die Thaliastraße eine durchaus belebte Einkaufsstraße, zum Verweilen lädt sie aufgrund des starken Durchzugsverkehrs, schmaler Gehsteige, fehlender Radwege und weniger Aufenthaltsräume aber nicht ein.

Das soll sich ändern: Bezirksvorsteher Franz Prokop (SPÖ) schwebt eine "Flaniermeile" vor. Damit die Thaliastraße zu einer solchen wird, muss die Umgestaltung aber entsprechend radikal ausfallen.

Erste Skizzen, die im vergangenen Herbst vorgestellt wurden, zeigten bereits eine deutlich grünere Straße (siehe Bild oben).

Ob auch der endgültige Entwurf den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger nach einer spürbaren Verkehrsberuhigung Rechnung tragen wird, werden die kommenden Wochen zeigen.

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