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Chronik Wien
12/15/2021

Das Cafè Sperlhof im 2. Bezirk sperrt Ende des Jahres zu

Am 31. Dezember schließt ein weiteres traditionelles Kaffeehaus: das Café Sperlhof in der Großen Sperlgasse. Es ist bekannt für sein Brettspiel-Angebot.

von Nina Oezelt

Am Mittwoch verbreitete sich die Nachricht in den sozialen Medien: Eine weitere Kaffeehaus-Institution, das Café Sperlhof in der Leopoldstadt, schließt seine Pforten - und zwar bis Ende des Jahres.

Das Lokal in der Großen Sperlgasse gibt es seit 1923. Bekannt war und ist es für die 1.200 Brettspiele, die man dort spielen kann. Dadurch entwickelte es sich zu einem Treffpunkt für Spieletester und Spieleautoren.

In Extrazimmern kann man auch Schach oder Tischtennis spielen. Eine weitere Besonderheit des Hauses ist, dass man dort noch mit Schilling bezahlen kann. 

Nach 35 Jahren verabschieden sich Betreiber Heinz Sommer und sein Team nun und laden zum letzten Kaffee in den Sperlhof. 

Bis zu 30 Prozent Ausfälle

Kaffeehäuser sind eine mittlerweile 300 Jahre alte Wiener Tradition. Immer wieder mussten sie in den vergangenen Jahren Umsatzeinbußen durch die nicht enden wollende Pandemie verzeichnen.

Zwischen 20 und 30 Prozent der 2.100 Kaffeehäuser werden in den nächsten Jahren zusperren müssen, prognostiziert die Wirtschaftskammer. Corona sei nicht immer der Auslöser dafür, aber auf jeden Fall ein Beschleuniger. 

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